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KI-Bildergenerierung

Streit um KI: Elon Musk kritisiert britische Regierung

Schießt weiter gegen die britische Regierung: Techmilliardär Elon Musk.

Schießt weiter gegen die britische Regierung: Techmilliardär Elon Musk. Foto: Julia Demaree Nikhinson/AP/dpa

Der Streit um den KI-Chatbot Grok auf der Online-Plattform X geht weiter. Jetzt reagiert Elon Musk auf die Untersuchung in Großbritannien, wieder arbeitet er sich an der Regierung ab.

Von dpa Samstag, 10.01.2026, 17:00 Uhr

London. Mit kritischen wie kryptischen Beiträgen auf seiner Plattform X hat Techmilliardär Elon Musk auf die britische Untersuchung der KI Grok reagiert. Musk warf der Regierung in London unter anderem Zensur vor, in einem Beitrag nannte er sie „faschistisch“. Ähnliche Vorwürfe gegen Großbritannien hatte Musk immer wieder erhoben.

Die britische Medienaufsichtsbehörde Ofcom untersucht derzeit, ob die Künstliche Intelligenz Grok gegen den Online Safety Act verstößt. Nutzer können die KI auffordern, gepostete Bilder zu sexualisieren, meist geschieht das bei Fotos von Kindern und Frauen. Der britische Premierminister nannte dies „widerlich“. Technologieministerin Liz Kendall sagte, sie erwarte, das Ofcom die vollständigen rechtlichen Befugnisse nutze. X könnte demnach gesperrt werden.

Auch die EU-Kommission blickt kritisch auf die KI. Sie forderte die verantwortliche US-Firma zuletzt auf, interne Dokumente zu Grok nicht zu vernichten, sondern bis Ende des Jahres aufzubewahren. Brüssel zweifelt daran, dass sich X an europäische Digitalgesetze halte.

Bislang „keine Lösung“

Der Schritt der Plattform, den Zugriff auf die KI-Bildergenerierung nur noch zahlenden Nutzerinnen und Nutzern zugänglich zu machen, wurde sowohl von der Europäischen Kommission als auch der britischen Regierung zuletzt als nicht ausreichend betrachtet. 

Es sei „eine Beleidigung für die Opfer von Frauenfeindlichkeit und sexueller Gewalt“, teilte die Downing Street mit. Dieser Schritt mache „aus einer KI-Funktion, die die Erstellung rechtswidriger Bilder ermöglicht, schlicht einen Premiumdienst“, sagte ein Sprecher. Es sei „keine Lösung“, zeige allerdings, dass X schnell handeln könne, wenn es denn wolle. Als Konsequenzen lägen weiterhin „alle Optionen“ auf dem Tisch.

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