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Nationalpark-Kunstausstellung

Harz: „Natur–Mensch“ hat für Neuauflage viele Mitstreiter gefunden

Bei der 30. Ausgabe von „Natur-Mensch“ im Jahr 2024 begutachtet die Jury in der St. Andreasberger Martinikirche das Bild „Hasendämmerung“ von Monja Dargal-Böhm. 

Bei der 30. Ausgabe von „Natur-Mensch“ im Jahr 2024 begutachtet die Jury in der St. Andreasberger Martinikirche das Bild „Hasendämmerung“ von Monja Dargal-Böhm. Foto: Archiv/Nachtweyh

Die Bedenkzeit hat sich ausgezahlt: Die Nationalpark-Kunstausstellung „Natur-Mensch“ hat in St. Andreasberg viele neue Partner gefunden. So sieht der gemeinsame Plan aus.

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Von Berit Nachtweyh
Dienstag, 17.03.2026, 12:00 Uhr
Vorige Woche haben der Nationalpark Harz und die Stadt Braunlage die Ausschreibung für die 31. Auflage der Kunstausstellung „Natur-Mensch“ veröffentlicht. Bis Mitte Mai können sich Künstlerinnen und Künstler mit ihren Werken aus den Bereichen Malerei, Zeichnung, Grafik, Skulptur, Installation, Fotografie, Video, Medienkunst sowie mit konzeptuellen und interdisziplinären Arbeiten um den Andreas-Kunstpreis bewerben. In einem Arbeitskreis wurde zudem ein üppiges Rahmenprogramm entwickelt – das Pausenjahr für „Natur-Mensch“ habe sich gelohnt, sagt Organisatorin Cordula Dähne-Torkler vom Nationalpark Harz.

Nach der Jubiläumsausstellung im Jahr 2024 hatte der Nationalpark ganz bewusst eine Zäsur für die Veranstaltung setzen wollen. Gemeinsam mit den Menschen in St. Andreasberg sollte nach Wegen und Formen gesucht werden, wie die Kunstschau zukunftsfähig und für Besucher attraktiver gestaltet werden kann. Es gab einen Auftaktworkshop, aus dem sich ein Arbeitskreis gebildet hatte (GZ berichtete). Nach einer Phase der inhaltlichen Weiterentwicklung kehre die Kunstausstellung nun zurück, kündigt Cordula Dähne-Torkler an: Vom 3. bis zum 31. Oktober sollen Arbeiten von Künstlern und Künstlerinnen aus aller Welt an verschiedenen Orten in St. Andreasberg gezeigt werden. Die reine Ausstellungszeit wurde damit um zwei Wochen verkürzt.

Bürger und Vereine

„In Workshops und Gesprächen haben sich zahlreiche Beteiligte mit Vorschlägen und Perspektiven eingebracht“, berichtet die Organisatorin. Dabei hätte sich ein großes Engagement vieler Menschen aus St .Andreasberg und aus der Region gezeigt. Im Arbeitskreis sind unter anderem der Bergstadtverein, der Heimatbund, der Harzklub, das Heimatmuseum Braunlage, der Ortsvorsteher, die Stadtverwaltung, die Tourismus-Marketing-Gesellschaft, aber auch einfach interessierte Bürger vertreten. Gemeinschaftlich sei das Rahmenprogramm erarbeitet worden, zu dem gehören Führungen, Workshops, Konzerte und Lesungen. Die Braunlager Märchenwoche soll ebenfalls in den Ausstellungskontext eingebunden werden, sowie eine Sonderausstellung im Heimat- und Skimuseum.
In einem Arbeitskreis unter Leitung der Nationalpark-Verwaltung haben Bürger aus St. Andreasberg und Braunlage gemeinsam ein Rahmenprogramm erarbeitet.

In einem Arbeitskreis unter Leitung der Nationalpark-Verwaltung haben Bürger aus St. Andreasberg und Braunlage gemeinsam ein Rahmenprogramm erarbeitet. Foto: Nordstadtlicht

Viele Programmpunkte wurden von den Engagierten aus dem Arbeitskreis nicht nur entwickelt, sondern werden auch von ihnen umgesetzt, freut sich Cordula Dähne-Torkler. So entstehe rund um die Ausstellung „ein gemeinschaftlich getragenes Kulturprogramm, das neue kulturelle Impulse für Sankt Andreasberg setzt“.

Auch im Kurpark

Am Kern von „Natur-Mensch“ soll sich aber nichts ändern. „Die Ausstellung widmet sich weiterhin dem vielschichtigen Verhältnis zwischen Mensch und Natur“, betont die Nationalpark-Mitarbeiterin. Die Werke setzen sich mit Fragen von Umwelt, Wahrnehmung und gesellschaftlicher Verantwortung auseinander. Zu den Ausstellungsorten gehört in diesem Jahr neben der Rathausscheune, dem alten Rathaus und der Martinikirche auch wieder der Kurpark. Auch das sei ein ausdrücklicher Wunsch der St. Andreasberger gewesen. Sein nächstes Treffen hat der Arbeitskreis am 14. April ab 16 Uhr im Kurhaus.

Ein Höhepunkt der Kunstausstellung soll wie gehabt die Verleihung des Andreas-Kunstpreises sein, die im Rahmen der Vernissage für Freitag, 2. Oktober, geplant ist. Der erste Preis ist mit 2.000 Euro dotiert, zusätzlich werden ein Zweiter mit 700 Euro und ein dritter Preis mit 300 Euro sowie erneut ein Publikumspreis vergeben.

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