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Winterattraktion mit viel Kreativität

„Norddeutschlands größter Schneemann“ steht jetzt in Hahnenklee

Großer Schneemann mit Zylinder und Karottennase auf einem Hügel aus Schnee, umgeben von mehreren Personen und Bäumen im Hintergrund.

Der Schneemann Lars der Große wird erst einmal glatt geputzt. Foto: Sowa

„Lars der Große“ wächst vor dem Campingplatz Kreuzeck in die Höhe. Ehrenamtliche Helfer, Feuerwehr und Camper bauen gemeinsam einen frostigen Giganten. Mit Video.

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Von Sebastian Sowa
Sonntag, 18.01.2026, 12:50 Uhr
Der Kurort hat eine neue – wenn auch wohl nur vorübergehende – Attraktion: Schneemann „Lars der Große“ thront jetzt vor dem Campingplatz Kreuzeck und zieht bereits neugierige Blicke von Spaziergängern, Campern und Ausflüglern auf sich. Am Samstag wurde der kolossale Winterriese unter der Regie von Ideengeber und Campingplatzbesitzer Lars Ruhm und seiner Frau Lydia Böttcher mithilfe zahlreicher ehrenamtlicher Unterstützer aufgebaut.
Gruppe von Menschen in Winterkleidung steht und sitzt auf einer Bank am Straßenrand vor einem weißen Transporter in einer verschneiten Waldlandschaft.

Lars Ruhm (rechts) schaut sich den Aufbau seines Schneemanns an. Foto: Sowa

Bereits am Morgen stand das vier Meter hohe Plateau, auf dem der Schneemann schließlich in beeindruckender Höhe wuchs.

Größter Schneemann in Norddeutschland

„Wir wollten unbedingt den größten Schneemann Norddeutschlands bauen. Die Idee hatte mein Mann schon vor vielen Jahren – 2026 hat es endlich mit dem Schnee und dem Wetter gepasst“, erzählt Lydia Böttcher lachend. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Elfeinhalb Meter hoch, rund 60 bis 70 Tonnen schwer. Für den mächtigen Bauch wurde eigens eine Schalung errichtet, in die der Schnee – zu drei Vierteln aus Hahnenklee und angeliefert von Dennis Hoffmann – mit dem Bagger eingefüllt wurde. Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr begleiteten die Aktion aufmerksam und hatten bei der winterlichen Gaudi sichtbar Freude.
Drei Personen stehen auf einer großen Metallstruktur, davor ein grüner Teleskoplader mit einer Schaufel voller Schnee oder Eis.

Unter den strengen Augen der Freiwilligen Feuerwehr wird der Schnee für den Bauch angeliefert. Foto: Sowa

Wasser für den Schneemann

Damit der Schneemann möglichst lange hält, wurde der Schnee regelmäßig bewässert und verdichtet. Auch bei den Accessoires bewiesen die Macher viel Kreativität und Humor: Die Nase ist eine bemalte Pylone, der Hut eine 2,50 Meter hohe Litfaßsäule aus Privatbesitz.
Grau getigerte Katze liegt auf einem orange karierten Stuhl neben einem türkisfarbenen gestrickten Kissen mit einem Stift darauf

Für den Schal wurden mehr als 15 Kilometer Wollfäden verbraucht Foto: Sowa

Der grüne Schal entstand in der vergangenen Woche in liebevoller Handarbeit – gehäkelt von Mitarbeiterinnen und Dauercamperinnen. Der dafür verbrauchte Wollfaden misst stolze 6,5 Kilometer. „Gut, dass wir viele helfende Hände, Handwerker und engagierte Dauercamper haben“, sagt Ruhm dankbar.
Vier Personen stehen auf einer Plattform vor einem großen, runden, steinernen Sockel mit einem zylindrischen Turm darauf, eine Person hält eine schwarze Scheibe.

Lydia Böttcher (zweite von rechts) schaut in luftiger Höhe, ob alles in Ordnung ist. Foto: Sowa

„Schneemannbauen macht richtig Spaß und hat mich schon als Kind begeistert“, erklärt er und gibt zwischendurch letzte Hinweise, damit „Lars der Große“ noch perfekter wird. „Die Fliege muss noch etwas weiter runter“, merkt er schmunzelnd, aber bestimmt an. Ganz weiß ist der Schneemann zwar nicht mehr, dafür war der Schnee bereits etwas angetaut und verschmutzt – doch das tut der Begeisterung keinen Abbruch.

5000 Euro Eigenkapital

Am Ende sind alle zufrieden und ein wenig stolz auf das gemeinsame Werk. „Wir sind schon ein wenig verrückt, oder?“, fragt Lydia Böttcher lachend in die Runde. Rund 5000 Euro Eigenkapital investierten sie und ihr Mann in das Projekt.
Zum Abschluss durfte das obligatorische Gruppenfoto natürlich nicht fehlen – ebenso wenig wie die große Frage: Wie lange bleibt „Lars der Große“ stehen? „Schwer zu sagen, aber gut ist, dass in den nächsten Tagen Nachtfrost angesagt ist“, sagt Ruhm optimistisch. Und falls jemand Sorge um den Hut beziehungsweise Zylinder hat: „Keine Angst, der ist ordentlich beschwert“, versichert Böttcher. Alle haben sie so viel Spaß, dass sie es am Ende auch nicht ausschließen, im nächsten Jahr eine ähnliche Aktion auf die Beine zu stellen.

Großer Schneemann mit Zylinder und Karottennase auf einem Hügel aus Schnee, umgeben von mehreren Personen und Bäumen im Hintergrund.

Der Schneemann steht vor dem Eingangsbereich des Campingplatzes Kreuzeck. Foto: Sowa

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