Frosta steigert Umsatz - Gewinn sinkt
Der Frosta-Vorstand setzt auf qualitativ hochwertige Produkte. Foto: Christian Charisius/dpa
Tiefkühlgerichte sind praktisch und beliebt - davon profitiert ein Unternehmen aus Bremerhaven. Wie lief das vergangene Geschäftsjahr bei Frosta?
Bremerhaven. Trotz steigender Materialkosten will der Tiefkühlkosthersteller Frosta aus Bremerhaven nicht an der Qualität sparen - auch wenn das auf Kosten des Gewinns geht. „Wir befinden uns in einem schwierigen Markt. Es gibt immer Dinge, die man einsparen kann – genau das wollen wir nicht“, sagte Vorstandschef Felix Ahlers.
Bei der Kundschaft kommt der Kurs Unternehmensangaben zufolge gut an. Die Marke Frosta sei 2025 deutlich stärker gewachsen als der Markt. „Inzwischen sind unter den zehn meistverkauften Tiefkühlgerichten in Deutschland neun Frosta-Gerichte“, sagte Ahlers.
Der italienische Käse Pecorino wird für Frosta-Gerichten verwendet. Foto: Shireen Broszies/dpa
Als Beispiel für das Qualitätsthema nannte Marketingvorstand Hinnerk Ehlers den italienischen Hartkäse Pecorino. Dieser werde bei Frosta in Form ganzer Laibe verwendet, obwohl sie viermal so teuer seien wie industrieller Schmelzkäse.
Die Konzernzahlen bilden den Frosta-Kurs entsprechend ab: Der Umsatz kletterte 2025 um knapp sieben Prozent auf 682 Millionen Euro. Zugleich schrumpfte der Gewinn, von 42 auf 37 Millionen Euro. Als Gründe nannte der Vorstand neben den Kosten für Zutaten unter anderem Material- und Personalkosten. Für 2026 erwartet der Vorstand ein Umsatzwachstum von 4 bis 9 Prozent und einen Konzernjahresüberschuss zwischen 4 und 8 Prozent.

Frosta setzt nach eigenen Angaben auf hohe Qualität - so stammt der Spinat für die Frosta-Nudeln aus eigenem Anbau. Foto: Shireen Broszies/dpa