Goslarer Stadtbrandmeister tritt neue Amtszeit bis 2032 an
Goslars Stadtbrandmeister Christian Hellmeier tritt eine neue Amtszeit an und bleibt bis 2032 an der Spitze. Foto: Epping (GZ-Archiv)
Goslarer Stadtbrandmeister tritt erneute Amtszeit an. Sein Stellvertreter Frank Slotta geht in den „Feuerwehrunruhestand“. Sein Nachfolger steht bereits fest.
Goslar. An der Spitze der Freiwilligen Feuerwehr Goslar dreht sich das Personalkarussell: Der Stadtbrandmeister Christian Hellmeier ist erneut gewählt und inzwischen auch offiziell vereidigt worden. Seine neue Amtszeit läuft bis Ende Mai 2032.
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Ein personeller Wechsel steht jedoch auf der Position des stellvertretenden Stadtbrandmeisters an: Frank Slotta verabschiedet sich in den sogenannten „Feuerwehrunruhestand“. Das bedeutet, dass er sein offizielles Amt niederlegt, der Feuerwehr aber weiterhin erhalten bleibt. Künftig wird er sich insbesondere um Aufgaben auf übergeordneter Ebene kümmern – unter anderem im Bereich Städtepartnerschaften auf Feuerwehrebene sowie um die transpondergesteuerten Schließsysteme.
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Sein Amt übernimmt künftig Kevin Schmidt, der als Ortsbrandmeister der Ortsfeuerwehr Goslar bereits Verantwortung trägt und mit seiner vergleichsweise jungen Perspektive sowie seiner digitalen Kompetenz neue Impulse setzen wird.
Verlässlichkeit und Kontinuität an der Spitze
„Christian Hellmeier steht für Kontinuität, Verlässlichkeit und außergewöhnliches Engagement. Mit seiner ruhigen, verbindenden Art hat er die Feuerwehr Goslar zu einer starken Einheit geformt. Als Stellvertreter hat Frank Slotta über viele Jahre hinweg mit großer Fachkompetenz und Herzblut Verantwortung übernommen und bleibt uns glücklicherweise weiterhin erhalten“, sagt Oberbürgermeisterin Urte Schwerdtner, die kürzlich im Beisein von Sven Busse, Geschäftsbereichsleiter Bildung, Kultur und Ordnung der Stadt Goslar, sowie Tim Meißner, Fachdienstleiter Sicherheit und Ordnung der Stadt Goslar, die Ernennungen beziehungsweise die Entlassung vornahm. „Gleichzeitig freue ich mich, dass mit seinem Nachfolger Kevin Schmidt ein engagierter, moderner und digital versierter Kamerad Verantwortung übernimmt“, fährt Schwerdtner fort. Dieses Führungstrio stehe für das, was die Feuerwehr ausmache: „Zusammenhalt und Professionalität“, sagt die Oberbürgermeisterin.

Der Stadtbrandmeister Christian Hellmeier (3. v. li.) mit seinem ehemaligen und künftigen Stellvertreter: Kevin Schmidt (2. v. re.) löst Frank Slotta (3. v. re.) ab. Oberbürgermeisterin Urte Schwerdtner hat im Beisein von Tim Meißner (li.) und Sven Busse (re.) die Urkunden übergeben. Foto: Stadt Goslar
Hellmeier startet in seine dritte Amtszeit als Stadtbrandmeister und ist bereits vielfach ausgezeichnet: unter anderem für eine 40-jährige Mitgliedschaft im Landesfeuerwehrverband Niedersachsen. Auch eine Gedenkmedaille für den Hochwassereinsatz im Jahr 2017, die Hochwasser-Ehrennadel 2023 und das Deutsche Feuerwehrehrenkreuz in Silber zieren seine Uniform.
Langjährige Mitglieder mit Auszeichnungen
Slottas Wahlzeit endet altersbedingt mit dem 30. April. Seine Amtszeit in der Position des stellvertretenden Stadtbrandmeisters startete einst am 1. Februar 2015. Auch er ist an seiner Uniform hochdekoriert und seit Februar 2023 zudem Ehrenmitglied der Ortsfeuerwehr Goslar. Der scheidende stellvertretende Stadtbrandmeister ist bereits für eine 50-jährige Mitgliedschaft im Landesfeuerwehrverband Niedersachsen ausgezeichnet.
Schmidt übernimmt den Staffelstab als stellvertretender Stadtbrandmeister zum 1. Mai. Auch er ist mit der Hochwasser-Ehrennadel des Landes Niedersachsen ausgezeichnet und trägt das Niedersächsische Feuerwehrehrenzeichen für seine 25-jährige Mitgliedschaft.
Die bisherige Doppelspitze beschreibt sich selbst als eingespieltes Team. Besonders hervorgehoben wird dabei die Zusammenarbeit auf Augenhöhe.
Mit Blick auf die Zukunft sieht die Feuerwehrleitung jedoch auch Herausforderungen. Insbesondere die Auswirkungen von Künstlicher Intelligenz und gesellschaftlichem Wandel auf das Miteinander bereiten Sorge. Der Umgang mit jüngeren Generationen habe sich bereits spürbar verändert. Gleichzeitig sei die Feuerwehr insgesamt schneller und dynamischer geworden. Umso wichtiger sei es, gut aufgestellt zu sein: Die Feuerwehr Goslar kann sich darüber freuen, nur wenige Abgänge zu verzeichnen und bereits heute engagierte Nachwuchskräfte in der zweiten Reihe zu haben. Die Zukunftsfähigkeit der Feuerwehr sieht Hellmeier damit als gesichert.
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