Löwen, Tiger und Artisten: Das bietet der Circus Krone in Goslar
Momentan wird das Zirkuszelt auf dem Osterfeld aufgebaut. Foto: Epping
Während auf dem Osterfeld das riesige Zelt wächst, steht der Start kurz bevor: Circus Krone bringt ab 15. Oktober internationale Artistik und Clownerie nach Goslar.
Goslar. Auf dem Osterfeld ist derzeit kaum zu übersehen, was sich ankündigt: Circus Krone baut sein großes Chapiteau auf und verwandelt den Platz Stück für Stück in eine kleine Zirkusstadt. Von Donnerstag, 15. Oktober, bis Sonntag, 18. Oktober, gastiert das traditionsreiche Unternehmen in Goslar. Mitgebracht wird das aktuelle Tourneeprogramm „Farbenspiel – Gold Edition“, das rund 150 Minuten Artistik, Clownerie, Show und Tierdarbietungen bietet.
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Schon der Aufbau ist eine beachtliche logistische Aufgabe. Das neue Chapiteau ist 84 Meter lang und 57 Meter breit, die Kuppel erreicht eine Höhe von 17 Metern. Rund 10.000 Quadratmeter Zeltplane werden benötigt. 300 Eisenanker, die jeweils 1,5 Meter tief im Boden stecken, sichern die Konstruktion. Mehr als 60 Mitarbeiter sind mit dem Aufbau beschäftigt, der nach Angaben des Unternehmens etwa einen Tag dauert.
Platz für 2000 Besucher
Das Zelt kommt ohne störende Masten im Zuschauerraum aus und bietet Platz für rund 2000 Besucher. Seine Sonderanfertigung kostete laut Circus Krone mehr als drei Millionen Euro.
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Ist alles aufgebaut, gehört die Manege einem internationalen Ensemble. Hoch hinaus geht es mit den Flying Tabares. Zwei Fänger und acht Flieger präsentieren am Doppelflug-Trapez Salti, Sprünge und Pirouetten. Zeitweise befinden sich bis zu acht Artisten gleichzeitig in der Luft. Zu den schwierigsten Elementen gehört der dreifache Salto, der während der Darbietung mehrfach gezeigt werden soll.
Artistinnen aus der Mongolei
Außergewöhnlich geht es auch am Boden zu. Die fünf Artistinnen der Mongoljingoo-Truppe aus der Mongolei verbinden Akrobatik und Bogenschießen. Zu ihren Kunststücken gehört ein „Tell-Schuss“ im Handstand, bei dem der Bogen mit den Füßen bedient wird. Ebenfalls aus der Mongolei kommt die achtköpfige Formation „Mystery of Gentlemen“. Sie verbindet Handvoltigen mit Balancekunst auf großen, rollenden Kugeln und zeigt dabei unter anderem Doppelsaltos und mehrstöckige Figuren.
Für Tempo sorgt Chu Chuan-Ho aus Taiwan, der seine Diabolos mit hoher Geschwindigkeit durch die Manege wirbeln lässt. Einen deutlichen Kontrast dazu bildet „Extreme Lights“: Neun Künstler verbinden Lichttechnik mit Tanz und Breakdance, während ihre leuchtenden Kostüme ständig ihre Farben und Erscheinung verändern.
Der Clown darf nicht fehlen
Natürlich fehlt auch die klassische Clownerie nicht. Mit Fumagalli & Daris stehen zwei international ausgezeichnete Clowns in der Manege, die unter anderem ihr bekanntes „Bienchen-Entrée“ zeigen. Hinzu kommt Brian Comedy mit eher leisem und stark von Körpersprache geprägtem Humor. Magie und Comedy verbindet Steve Eleky, der als Künstler in fünfter Generation aus einer Zirkusfamilie stammt.
Auch Tierdarbietungen sind weiterhin Bestandteil des Krone-Programms. Zirkusdirektorin Jana Mandana Lacey-Krone zeigt gemeinsam mit weiteren Reitern klassische und spektakuläre Reitkunst mit Pferden und Kamelen. Martin Lacey jr. und Alexis Lacey-Krone treten mit Löwen und Tigern auf. Thomas Lacey bringt unter dem Titel „40 Beine ohne Leine“ seine Hunderasselbande mit nach Goslar.
Während auf dem Osterfeld also derzeit noch aufgebaut, verankert und montiert wird, fällt am Donnerstag der Startschuss für vier Zirkustage. Die Vorstellungen beginnen von Donnerstag bis Samstag jeweils um 15.30 und 19.30 Uhr. Am Sonntag öffnet sich der Vorhang noch einmal um 10.30 und 14.30 Uhr.
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