Zwei Autos am Bahnhof Seesen wohl vorsätzlich in Brand gesteckt
Das Blaulicht auf einem Fahrzeug der Polizei leuchtet in der Dunkelheit. Foto: Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild
Auf dem Pendler-Parkplatz am Bahnhof Seesen haben am 13. Januar zwei Fahrzeuge gebrannt. Ein Gutachter hat nun festgestellt: Ein technischer Defekt ist auszuschließen, mit hoher Wahrscheinlichkeit ist von Brandstiftung auszugehen.
Seesen. Am 13. Januar haben kurz nach Mitternacht zwei Autos auf dem Bahnhofsplatz in Seesen gebrannt. Wie die Polizei nun mitteilt, sind die Fahrzeuge allem Anschein nach vorsätzlich in Brand gesetzt worden. Das hat die Untersuchung durch einen Gutachter ergeben.
Laut dem Gutachter ist ein technischer Defekt auszuschließen und mit hoher wahrscheinlichkeit von "vorsetzlicher Inbrandsetzung" auszugehen. Die Ermittlungen zu diesem Fall dauern an.
Die Polizei und Feuerwehr waren am 13. Januar um 0.14 Uhr zu einem Brand auf den Bahnhofsvorplatz in Seesen gerufen worden. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte stand ein Audi schon im Vollbrand, die Flammen hatten auf einen Opel übergegriffen.
In unmittelbarer Nähe des Tatorts griff die Polizei einen 18-Jährigen aus Seesen auf. Es habe sich der Verdacht ergeben, dass der junge Mann den Brand verursacht haben könnte. Da der 18-Jährige "unter dem Einfluss von Medikamenten zu stehen schien", wurde eine Blutprobenentnahme veranlasst. Der Tatverdächtige habe sich bislang noch nicht zur Sache geäußert, hieß es in der Mitteilung vom 13. Januar. Er wurde im Anschluss an die polizeilichen Maßnahmen entlassen.
Der entstandene Schaden wird auf rund 15.000 Euro geschätzt.
Wie die Polizei weiter mitteilte, steht der Brand am Bahnhof nach derzeitigem Stand der Ermittlungen nicht im Zusammenhang mit den zwei Bränden in einem Mehrfamilienhaus in der Talstraße vom 23. September 2021. Hier hatte sich die Polizei mit einem Phantombild und einer Beschreibung des unbekannten Täters an die Öffentlichkeit gewandt.
red