Erster Schnee in Braunlage, erster Glätte-Unfall
Idyllisch sieht es gestern wegen des Schneefalls im Schlesierweg in Braunlage aus. Foto: Eggers
Freude in Braunlage: Drei Tage hintereinander gab es in der Harzstadt Sonnenschein und Schnee. Die weiße Pracht lag dank des Schneefalls in der Nacht zu Montag sogar so hoch, dass es an einigen Gefällstrecken bereits zum Rodeln reichte.
Braunlage/Hohegeiß. Freud und Leid über den ersten Schnee der Saison liegen aber dicht beieinander. Während sich viele in Braunlage über die weiße Pracht freuen, die ersten Winterspaziergänge genießen und die Kinder bereits die ersten Gefällstrecken mit dem Schlitten heruntergerodelt sind, sorgte der Schnee aber auch dafür, dass sich eine 30-Jährige bei Rothesütte mit ihrem Wagen überschlug. Sie blieb aber nach Polizeiangaben unverletzt.
Zu diesem Unfall auf der Kreisstraße 1 zwischen Sophienhof und Rothesütte sind auch die Einsatzkräfte der nahen Freiwilligen Feuerwehr Hohegeiß gerufen worden. Die 30-Jährige, die aus der Gemeinde Harztor kommt, war nach Polizeiangaben gegen 10.45 Uhr mit ihrem Toyota auf der Kreisstraße 1 zwischen Sophienhof und Rothesütte unterwegs gewesen, als ihr auf der schmalen Fahrbahn ein Wagen entgegenkam. Die Frau sei auf den Seitenstreifen gefahren, ins Schleudern geraten und habe sich schließlich überschlagen. Sie landete mit dem Dach nach unten im Straßengraben.
Auf der Kreisstraße zwischen Sophienhof und Rothesütte sorgt das rutschige Weiß für einen Verkehrsunfall. Foto: Eggers
Lkw fahren sich fest
Zunächst hieß es, dass die Frau in ihrem Toyota eingeklemmt sei. Doch die 30-Jährige hatte sich bereits selbst aus dem Wagen befreit, als die Wehr vor Ort eintraf. An dem Toyota der Frau entstand laut den Beamten Totalschaden.
Zu weiteren Unfällen aufgrund des Schnees kam es nach Auskunft der Beamten der Polizeistation Braunlage aber nicht. Allerdings seien die ersten Lastwagen auf der B4 und der B242 wegen schneeglatter Fahrbahnen liegen geblieben. Dadurch sei es zu Verkehrsbehinderungen gekommen. Die Beamten appellieren an die Lastwagen-Fahrer, den Harz bei derartigen Witterungsbedingungen möglichst weiträumig zu umfahren.
Bei dem Schnee hatten auch die Kräfte der Bergwacht St. Andreasberg am Wochen ihren ersten Wintereinsatz. Zunächst dachten sie an einen Unfall, als sie bei Minusgraden und verschneiten Straßen über den Meldeempfänger alarmiert wurden. Doch der Alarm rief die Bergwacht, wie diese in einer Pressemitteilung schreibt, zu einem Parkplatz am Rand von St. Andreasberg.
Defibrillator eingesetzt
Ein älterer Mann atmete nicht mehr, und Angehörige hatten bereits mit Wiederbelebungsmaßnahmen begonnen. Die Einsatzkräfte der Bergwacht lösten ab und setzten ihren automatischen externen Defibrillator erfolgreich ein. Der kurz darauf eintreffende Notarzt aus Bad Lauterberg übernahm dann gemeinsam mit den Rettungskräften der Kreiswirtschaftsbetriebe aus Clausthal-Zellerfeld den Patienten und konnte ihn nach einiger Zeit ins Krankenhaus transportieren.