Geförderte Kunstaktionen in kleineren Kulturorten starten
Auch ein Projekt in Wismar (Mecklenburg-Vorpommern) wird im Rahmen des Programms gefördert. (Symbolbild) Foto: Jens Büttner/dpa
Mit zehn Millionen Euro will die Kulturstiftung des Bundes in den kommenden Jahren kleine Kulturorte in Deutschland stärken. Im Fokus stehen ein soziales Miteinander und ungewöhnliche Partnerschaften.
Halle/Schwerin. Angesichts des wachsenden politischen und gesellschaftlichen Drucks auf kleinere Kulturorte in Deutschland starten mehrere vom Bund unterstützte Kunstaktionen. Sie werden im Rahmen des Programms „Lokal – Programm für Kultur und Engagement“ gefördert, wie die Kulturstiftung des Bundes mit Sitz in Halle (Saale) mitteilte.
Geplant sind demnach Aktionen von Projekten in 13 Städten und Gemeinden mit unter 100.000 Einwohnern. Dazu zählen die „Kultur-Initiative für eine demokratische Zukunft“ (Kidz) aus Mecklenburg-Vorpommern, das Mitmach-Format „#Platten#spiel#ball“ im brandenburgischen Eberswalde und der „Kongress der Utopien“ in Quedlinburg kurz vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt. Auch Projekte aus Sachsen, Thüringen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Bayern und Baden-Württemberg seien dabei.
Zehn Millionen Euro bis 2031
Mit dem Programm werden engagierte Kulturakteure gefördert, die gemeinschaftsstiftende Projekte umsetzen. Dabei gehe es auch um den Aufbau langfristiger und teils ungewöhnlicher Partnerschaften – etwa mit Sportclubs, Kitas, Schulen, Feuerwehr oder ansässigen Handwerksunternehmen.
Die Kulturstiftung stellt dafür nach eigenen Angaben zehn Millionen Euro bis 2031 zur Verfügung. Insgesamt sollen bis zu 40 Projekte mit jeweils 200.000 bis 240.000 Euro gefördert werden. An der Umsetzung beteiligt seien auch die Bundeszentrale für politische Bildung und die European Cultural Foundation, die begleitende Beratungsangebote oder Seminare organisieren.