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Energiekosten steigen deutlich an

Mehr Geld für Goslars Kinderschutzbund und Begegnungsstätte Oker

Gruppe von Menschen in einem Raum mit Holzboden und Kronleuchter, einige halten Papiere oder Getränke, an den Wänden hängen gerahmte Bilder

Im Sommer umgezogen und gefeiert: Der Kinderschutzbund ist jetzt im Logenhaus an der Kornstraße untergebracht. Foto: Hohaus (Archiv)

Einmal gibt es 10.000 Euro, das andere Mal 2.500 Euro mehr: Die Stadt Goslar will die Fördergelder für Kinderschutzbund und Begegnungsstätte Oker erhöhen. Die Gründe.

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Von Frank Heine
Montag, 26.01.2026, 12:32 Uhr
Der Stadtteilverein Oker soll für den Betrieb der Begegnungsstätte einen jährlichen Zuschuss von 30.000 Euro erhalten. Bislang zahlt die Stadt Goslar 20.000 Euro per anno. Der Zuschuss für den Kinderschutzbund soll ebenfalls steigen. Statt 9300 Euro werden 11.800 Euro pro Jahr fällig. Widerspruch regte sich nicht, als der Sozialausschuss in der Vorwoche diese Zahlen besprach und zur Beschlussfassung empfahl.

Unterschied bei den Einrichtungen: Beim Kinderschutzbund soll die Regelung schon rückwirkend für 2025 gelten. Die Erhöhung war schon im entsprechenden Haushalt abgesegnet und gelistet, muss jetzt aber noch formalrechtlich nachgeholt werden.

Umzug in eine größere Unterkunft

Der Kinderschutzbund ist wie berichtet von der Rosentorstraße ins Logenhaus an die Kornstraße umgezogen. Die Räumlichkeiten sind größer, aber eben auch teurer. Am alten Standort fielen rund 9800 Euro an Gesamtkosten an, inzwischen sind es gut 12.800 Euro.

Den Zuschuss an den Okeraner Stadtteilverein gewährt die Stadt Goslar schon seit dem Abschluss eines Mietvertrages im Juni 2010. Durch gestiegene Energie- und Versicherungskosten müsse der Verein regelmäßig zirka 6500 Euro pro Jahr nachzahlen, teilten die Verantwortlichen mit. Außerdem habe das Goslarer Gebäudemanagement angekündigt, dass künftig ein zusätzlicher Betrag von zirka 3200 Euro pro Jahr für den Betrieb des neuen Aufzugs fällig werde.

Weniger verbraucht, viel mehr bezahlt

Rüdiger Wohltmann (Linke) wunderte sich zudem, dass sich die Energiekosten für Strom und Heizung vervierfacht hätten, obwohl im Vorjahr weniger verbraucht worden sei. Richtig, erklärte GGM-Leiter Oliver Heinrich, vorher hätten noch günstige Lieferverträge gegolten. Nach deren Ablaufen „trifft es uns wie alle anderen auch.“ Was Renate Lucksch (SPD) zur Bemerkung veranlasste: „Da können wir uns ja alle warm anziehen.“ Letztlich sei es ein Geschäft der Art „linke Tasche, rechte Tasche“. Wo das GGM mehr in Rechnung stellt, springt die Stadt mit Fördergeld ein.

Aktives Oker-Vermarkten

Da half es Fürsprecher Wohltmann auch nicht, als er an anderer Stelle während der Haushaltsberatungen auf die öffentlichen Einrichtungen in anderen Orten sah und festhielt, dass die Okeraner Begegnungsstätte „mehr Einnahmen als alle anderen zusammen“ erziele. Geschäftsbereichsleiter Sven Busse räumte ein, dass der Stadtteilverein in der Tat auch sehr aktiv mit Veranstaltungen sei und anderswo eher Vereine und Einheimische die Häuser nutzten. Wohltmann wiederum korrigierte, dass Erlöse aus Veranstaltungen in Oker nicht einmal eingerechnet seien.

In beiden Fällen – Begegnungsstätte und Kinderschutzbund – entscheidet der Rat in seiner übernächsten Sitzung am 3. März. An diesem Tag soll auch der Goslarer Haushalt für 2026 beschlossen werden.

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