Harzwasserwerke pflanzen 27.000 Bäume an der Sösetalsperre
Lars Schmidt, Kaufmännischer Geschäftsführer Harzwasserwerke (l.) und Jens Augat, Bürgermeister Osterode, pflanzen Kirschbäume auf der Pflanzfläche. Foto: Privat
An der Sösetalsperre entsteht ein neuer Wald: Die Harzwasserwerke und die Stadt Osterode wollen hier 27.000 Bäume pflanzen. Was das für den Trinkwasserschutz bedeutet.
Osterode. 27.000 Bäume und Sträucher für den Trinkwasserschutz: Die Harzwasserwerke pflanzen in diesem Frühjahr einen Harzwasserwald an der Sösetalsperre. Dabei arbeiten sie zusammen mit der Stadt Osterode am Harz und der Trinkwasserschutzkooperation (TWSK) Westharz – Forstwirtschaft. Gemeinsam wollen sie damit ein Zeichen für Nachhaltigkeit und regionale Verantwortung setzen, betont Sarah Schrader, Leiterin der Unternehmenskommunikation bei den Harzwasserwerken.
Was vor 25 Jahren mit einem Arbeitskreis „Erosionsschutz Söse“ an der Sösetalsperre begann, ist mittlerweile zu einer rund 38.000 Hektar großen Trinkwasserschutzkooperation angewachsen, in deren Rahmen nun die Zusammenarbeit mit den forstwirtschaftlichen Bewirtschaftern gestärkt und ein nachhaltiges Programm etabliert werden soll. Ziel ist, die Erosion in die Fließgewässer der Talsperreneinzugs‐ und Wassergewinnungsgebiete zu vermindern. Dadurch sollen die Wasserqualität verbessert und Probleme für die Trinkwasseraufbereitung vermieden werden.
Viel Fichtenwald verloren
An der Sösetalsperre sind aufgrund der Trockenheit und durch den darauf folgenden Borkenkäferbefall in den vergangenen sieben Jahren große Flächen des Fichtenwaldes abgestorben.
Um einen Teil des Uferbereiches für den Trinkwasserschutz langfristig zu sichern, werden nun auf einer Fläche von sieben Hektar 27.000 Laubbäume und Sträucher gepflanzt. Außerdem werden die Gewässerbereiche freigeschnitten. An den Randflächen werden auch Sträucher und Obstbäume gepflanzt, die für eine natürliche Waldrandgestaltung sorgen sollen.
Die Sösetalsperre versorgt seit fast 100 Jahren zahlreiche Städte im westlichen und südlichen Harzvorland mit Trinkwasser. Über ihre Fernwasserleitung, die bis vor die Tore der Hansestadt Bremen reicht, ist sie zudem ein wichtiger Bestandteil des Versorgungsnetzes der Harzwasserwerke.
Pflanzfest mit 120 Mitarbeitern
Die Pflanzaktion war mit einem Pflanzfest für die Mitarbeiter der Harzwasserwerke und deren Familien verbunden. So können auch schon die kleinsten Teilnehmer gemeinsam mit ihrer Familie einen eigenen Baum setzen.
Zusammen mit dem Pflanzfest an der Sösetalsperre wurden auch die Mitglieder der TWSK an diesem Tag über das Schwammwaldprojekt der Niedersächsischen Landesforsten, die Wasseraufbereitung an der Sösetalsperre und die Pflanzung des Harzwasserwaldes informiert. Insgesamt nahmen rund 120 Mitarbeiter an dem Fest Teil. Da die Pflanzstelle etwas abgelegen und nicht so leicht zugänglich war, gab es einen Shuttle-Service. An diesem Tag wurden bereits rund 400 Bäume in die Erde gebracht. Den Rest werden Mitarbeiter der Forst erledigen.

Rebecca Rathmann (Leitung Stadtforst Osterode), Lars Schmidt (Kaufmännischer Geschäftsführer Harzwasserwerke), Jens Augat (Bürgermeister Osterode), Rebecca Waßmann (Gewässerschutzberatung TWSK) und Thorsten Hartung (NLWKN) freuen sich über den neu entstehenden Wald. Foto: Privat
Die Finanzierung ist ein Gemeinschaftsprojekt der Stadt Osterode am Harz, der Harzwasserwerke und der Trinkwasserschutzkooperation Westharz ‐ Forstwirtschaft und wird teilweise aus EU‐Fördermitteln finanziert.
Projekt Stadtwaldrettung
Ferner hat die Stadt Osterode auch eine eigene Kampagne zur Rettung des Stadtwaldes ins Leben gerufen. Mit der Unterstützung von über 700 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern wurden in den vergangenen sechs Jahren mehr als 40.000 Bäume gepflanzt.
Die Aktion zielt darauf ab, einen bunten Mischwald zu schaffen, der den Herausforderungen des Klimawandels standhält und die Artenvielfalt fördert.
Bereits zum sechsten Mal in Folge wurden durch großzügige Spenden und tatkräftige Unterstützung zahlreiche neue Bäume im Stadtwald gepflanzt. Insgesamt kamen hierbei über 23.000 Euro an Sponsoring- und Spendengeldern zusammen, mit denen insgesamt unter anderem 8000 Bäume erworben und eingepflanzt wurden. Die Pflanzungen erstreckten sich über zwei Teilflächen mit einer Gesamtgröße von rund zwei Hektar und umfassten Baumarten wie Buche, Traubeneiche, Bergahorn, Lärche, Douglasie und Weißtanne. red
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