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Ballsportbegeisterte Trainerin

Neues Sportangebot an der TU-Clausthal: Frauenfußball

Elaine Haag stammt aus einer Fußballer-Familie, kickt selbst seit ihrer Kindheit und bietet im Bereich Hochschulsport ab Donnerstag Frauen-Fußball an. Foto: Potthast

Elaine Haag stammt aus einer Fußballer-Familie, kickt selbst seit ihrer Kindheit und bietet im Bereich Hochschulsport ab Donnerstag Frauen-Fußball an. Foto: Potthast

Elaine Haag hat im Rahmen ihres Bundesfreiwilligendienstes am Sportinstitut ein Angebot für Frauen, die an Fußball interessiert sind, geschaffen: Sie trainiert die neue Frauenfußballmannschaft der Universität. Das Training beginnt ab dem 20. Oktober.

Von Angela Potthast Dienstag, 18.10.2022, 09:00 Uhr

Clausthal-Zellerfeld. Sie kommt aus Mecklenburg-Vorpommern, stammt aus einer Fußballer-Familie, hat einen Freund, der Sportingenieurwesen studiert und seit September leistet Elaine Haag ihren Bundesfreiwilligendienst am Sportinstitut der TU Clausthal. Ihr Projekt: Frauenfußball. Ein solches Hochschulsport-Angebot gibt es bislang nicht. Am Donnerstag ist das erste Treffen mit Interessierten angesetzt.

Etwa fünf Jahre alt war Haag, als sie mit Fußballspielen loslegte. Sie ist jetzt 19, hat in ihrer Heimat zuletzt als Trainerin auf dem Rasen gestanden. Ihr Bruder ist aktiver Fußballer, ihr Vater Schiedsrichter, und ihre Mutter führt den ganz jungen Nachwuchs ins Kicken ein. Die Begeisterung für den Ballsport hat offenkundig eine familiäre Basis. Wie begründet Haag sie darüber hinaus?

Respektvoll sein

Sie mag das soziale Miteinander, vor allem den respektvollen Umgang, und dass man den eigenen Ehrgeiz zügeln und auf seine Mitspieler achten müsse. Sie findet aber auch reizvoll, sich an Regeln zu halten. Das alles wollte sie nicht ganz aufgeben. Sie ging mit diesem Paket in den Bundesfreiwilligendienst. Dass es der Platz des Clausthaler Sportinstituts wurde, lag daran, dass ihr Freund in den Oberharz ging. Elaine Haag wollte ihn begleiten. Sie erkundigte sich nach Möglichkeiten, fand den Hochschulsport-Bereich. Das Jahr zwischen Abitur und Ausbildung wählte sie, um sich zu orientieren. Was Soziales würde sie gerne machen.

Skikurse im Winter

Was Soziales ist ja auch ihr Projekt. Jede, die Lust auf Frauen-Fußball habe, könne dabei sein. Training ist erstmals am 20. Oktober von 17 bis 18.30 Uhr auf dem Kunstrasenplatz. Als Trainerin hat Elaine Haag dann sogar Gelegenheit, selbst zu kicken. Überhaupt möchte sie wieder mehr Sport machen. Der sei während der Abiturphase zu kurz gekommen.

Als Bundesfreiwilligendienstlerin am Sportinstitut wird aber ebenfalls noch mehr Bewegung drin sein. Haag will im Winter beispielsweise Skikurse geben. „Darauf freue ich mich.“ Ski-alpin-Fahren hat sie ja auch schon früh gelernt: mit vier Jahren.

Diese Kombination, Ski alpin und Fußball, ist eine, die Stefan Marxen liegt. Er ist kommissarischer Leiter des Hochschulsports und arbeitet mit Elaine Haag zusammen. Und er ist fußballverrückt, war unter anderem Trainer der U 10 beim MSV Duisburg. Liegt Schnee, zieht es ihn aber auf Abfahrtpisten, dann schnallt er sich zwei Bretter unter oder sein Snowboard. Seit fünf Jahren macht er sogar Langlauf – eignete sich das im Harz an. Auf das Projekt von Elaine Haag freut er sich. Zumal es immer mal Anfragen zum Frauen-Fußball gegeben habe.

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