Beliebter niedersächsischer Zirkusaffe Robby (51) ist tot
Trauer um Schimpanse Robby: Besitzer Klaus Köhler und einen der letzten Menschenaffen im Zirkus in Deutschland verband eine innige Beziehung. Foto: Alexandra Dörnath, dpa
Der Zirkusaffe Robby ist tot. Er sei im Alter von 51 Jahren friedlich eingeschlafen, teilte der Circus Belly in Celle am Dienstag mit. Der Schimpanse, der als einer der letzten Menschenaffen im Zirkus in Deutschland galt, starb am Freitag.
Bei Besuchern des Zirkus galt Robby als überaus beliebt. „Die Leute sind fasziniert von ihm, wenn sie ihn aus der Nähe sehen und wenn er Kontakt aufnimmt”, sagte sein Besitzer, Zirkusdirektor Klaus Köhler vor einigen Jahren. Er galt als einer der bundesweit letzten Menschenaffen in einem Zirkus. Auftritte in der Manege machte der Affe in den vergangenen Jahren nicht mehr. Zuvor hatten unter anderem der Spiegel und der NDR über den Tod von Robby berichtet.
Jahrelang hatte es einen Rechtsstreit um das Tier gegeben. Der Landkreis Celle hatte angeordnet, dass der Zirkus Robby abgeben müsse. Dagegen klagte der Zirkus. Im November 2018 urteilte das Oberverwaltungsgericht in Lüneburg, dass der Schimpanse im Zoo bleiben darf. Robby werde zwar nicht artgerecht gehalten, man könne das betagte Tier aber wohl nicht mehr zeitnah an Artgenossen gewöhnen, urteilten die Richter damals unter anderem. Zirkusdirektor Köhler bezeichnete Robby stets als Familienmitglied.