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Vor der Wattenmeerkonferenz

WWF: Fossile Energie bedroht Nordsee-Ökosystem

Der WWF hat seine Forderung erneuert, die Ölforderung im Wattenmeer bis 2030 einzustellen. (Archivbild)

Der WWF hat seine Forderung erneuert, die Ölforderung im Wattenmeer bis 2030 einzustellen. (Archivbild) Foto: Carsten Rehder/dpa

Fossile Energie gefährdet laut WWF das Wattenmeer. Warum die Organisation auch beim Ausbau von Offshore-Windparks auf mehr Rücksicht für die Natur drängt.

Von dpa Dienstag, 26.05.2026, 08:10 Uhr

Esbjerg/Husum. Die Naturschutzorganisation WWF hat anlässlich der 15. Trilateralen Wattenmeerkonferenz (27. bis 29. Mai) ihre Forderung erneuert, die Gas- und Ölförderung im und am Wattenmeer bis spätestens 2030 komplett einzustellen. „Der Betrieb von Förderplattformen ist ein großes Risiko für die geschützte Natur in der Region“, sagte der Programmleiter Wattenmeer beim WWF Deutschland, Jannes Fröhlich. Zudem befeuere das Verbrennen fossiler Rohstoffe die Klimakrise und den Meeresspiegelanstieg so drastisch, dass Teile des Wattenmeeres zu versinken drohten. 

Die Wattenmeerkonferenz beginnt am morgigen Mittwoch im dänischen Esbjerg. Bei der alle vier Jahre stattfindenden Veranstaltung stimmen Regierungsvertreter der Wattenmeer-Anrainer Deutschland, Dänemark und die Niederlande ihr gemeinsames Handlungsprogramm ab. 

WWF: Regierung in der Pflicht, Wattenmeer zu schützen

Nach Ansicht des WWF steht die Bundesregierung in der Pflicht, das einzigartige Weltnaturerbe Wattenmeer langfristig zu erhalten und die Erderhitzung einzudämmen. „Dafür muss sie die Förderung und das Verbrennen fossiler Energien beenden und die Energiewende entschlossen umsetzen.“

Auch die für die Energiewende notwendigen Windparks in der Nordsee müssten so geplant werden, dass Bau und Betrieb naturverträglich erfolgen, forderte der WWF. Dazu gehöre, dass Kabeltrassen der Offshore-Windparks das Wattenmeer möglichst meiden.

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