Jede Spende zählt: Wie es um die Blutkonserven steht
Täglich werden bis zu 2.500 Blutspender in der Region benötigt. (Symbolbild) Foto: picture alliance/dpa
Trotz Grippewelle und Winterwetter füllen sich die Blutbanken in der Region wieder. Doch bei bestimmten Blutgruppen bleibt die Lage angespannt.
Springe. Nach Engpässen spenden wieder mehr Menschen in Bremen und Niedersachsen Blut. Die Lager mit Blutkonserven füllen sich langsam wieder, wie ein Sprecher des Blutspendedienstes vom Deutschen Roten Kreuz mitteilte. „Aktuell können wir alle Klinikanfragen versorgen.“
Mitte Januar schlug das Rote Kreuz Alarm: Die Blutspenden in der Region gingen zur Neige. Viele Spenderinnen und Spender hatten abgesagt, weil sie krank waren oder sie sich wegen Schnee und Glätte kaum aus dem Haus wagten. Bei einigen Blutgruppen reichte der Bestand zeitweise nur noch anderthalb Tage.
Wo es weiter Bedarf gibt
Der Aufruf zeigte Erfolg, wie der Sprecher mitteilte. Trotz des anhaltenden Winterwetters gingen daraufhin wieder mehr Menschen zum Blutspenden. „Die Spendetermine der letzten Tage waren gut besucht.“ Doch bei einigen Blutgruppen bestehe weiter Bedarf. „Die Konservenbestände sind aktuell in den Blutgruppen A positiv, 0 positiv und B negativ am geringsten.“
Blutkonserven könnten nicht auf Vorrat produziert werden, da sie nur begrenzt haltbar sind. „Um die Kliniken zu versorgen und wieder einen Puffer im Konservenbestand aufzubauen, werden in Niedersachsen und Bremen aktuell täglich bis 2.500 Blutspenderinnen und Blutspender benötigt“, betonte der Sprecher.
Wer spenden möchte, kann auf der Website des Roten Kreuzes nach Terminen in der Region schauen. Eine Blutspende kann bis zu drei Menschen helfen. Spenden darf jeder Erwachsene - Männer sechsmal, Frauen viermal innerhalb eines Jahres.