Hackerangriff betrifft IT der Beweisstückstelle der Polizei
Ein städtischer Betrieb in Bremen ist Opfer eines Cyberangriffs geworden. Betroffen ist auch die Computertechnik der sogenannten Asservatenkammer. (Symbolbild) Foto: Nicolas Armer/dpa
Ein Cyberangriff legt die Computertechnik der Werkstatt Bremen lahm. Dadurch ist auch die Beweisstückstelle der Polizei betroffen, wie die Ermittler mitteilen. Was genau ist passiert?
Bremen. Nach einem Cyberangriff auf einen städtischen Betrieb in Bremen ist auch die IT der polizeilichen Beweisstückstelle betroffen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt, wie eine Sprecherin sagte und damit Berichte von Radio Bremen und dem „Weser Kurier“ bestätigte. Bei dem Angriff handle es sich um sogenannte Ransomware.
Ziel des Angriffs war demnach die Werkstatt Bremen, die als Dienstleister unter anderem die Computertechnik der Beweisstückstelle der Polizei betreut. In der Beweisstückstelle werden Beweismittel wie Tatwerkzeuge oder Kleidung von Opfern verwahrt, wie die Sprecherin erklärte. Auch Waffen wie Messer seien darunter.
Auswirkungen des Angriffs sind unklar
Welche Folgen der Angriff konkret hat, war zunächst unklar. „Das müssen wir jetzt ermitteln“, sagte die Sprecherin. Personenbezogene Daten seien bei dem Angriff nach ersten Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft nicht abgegriffen worden. Die reguläre Arbeit der Polizei sei nicht betroffen.
Ein Ransomware-Angriff ist eine Form der Cyberkriminalität, bei der eine Schadsoftware eingesetzt wird. Damit werden Daten oder Computersysteme verschlüsselt oder gesperrt. Angreifer fordern dann oft ein Lösegeld.
Nach Informationen von „buten un binnen“ legte der Angriff bei der Werkstatt Bremen große Teile der IT-Infrastruktur lahm. Demnach konnten Computer nicht mehr gestartet werden. Elektronische Kommunikation sei so gut wie nicht mehr möglich, hieß es. Bei der Werkstatt Bremen arbeiten zahlreiche Menschen mit Beeinträchtigungen.