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Auch ein Opfer in Goslar

Telefonbetrug: Polizei nimmt Geldabholer in Salzgitter fest

Ein Mann hält ein Festnetz-Telefon, auf dem ein anonymer Anruf eingeht (gestellte Szene).

Auch in Goslar wurde eine Person Opfer der Telefonbetrüger. Die Polizei hat nun zwei mutmaßliche Geldabholer festgenommen. Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Wolf von Dewitz

Nach einem betrügerischen Anruf: Ein Opfer aus dem Landkreis Goslar übergab eine hohe Geldsumme an falsche Polizisten. Nun klickten in Salzgitter die Handschellen.

Von Redaktion Dienstag, 03.03.2026, 19:44 Uhr

Goslar/Salzgitter/Hildesheim. Telefonbetrüger haben es häufig auf ältere Menschen abgesehen. Mit Schockanrufen und anderen Maschen versuchen sie dann Bargeld und Wertgegenstände zu erbeuten – nicht selten geht es um hohe Beträge. Jetzt melden die Staatsanwaltschaft und die Polizei Hildesheim einen Erfolg im Kampf gegen den sogenannten Callcenter-Betrug. Am frühen Dienstagmorgen nahmen die Beamten in Salzgitter zwei Männer im Alter von 30 und 33 Jahren fest. Den Beschuldigten wird vorgeworfen, als Geldabholer in einer organisierten Betrügerbande agiert zu haben. Eines der Opfer kommt aus dem Landkreis Goslar.

Betrug in mehreren Landkreisen

Grundlage der Festnahmen sind drei Fälle, die sich zwischen Dezember 2025 und Februar 2026 ereigneten. Die Opfer – zwei Frauen und ein Mann aus Hildesheim, Goslar und Laatzen – wurden dabei von Tätern kontaktiert, die sich am Telefon als Polizeibeamte ausgaben. Die Betrüger überzeugten die Senioren, dass ihre Ersparnisse aufgrund bevorstehender Straftaten nicht mehr sicher seien. Die Geschädigten übergaben daraufhin fünf- bis sechsstellige Geldbeträge an ihren Haustüren an vermeintliche Polizisten.

Hausdurchsuchungen und weitere Ermittlungen

Wie die Hildesheimer Polizei mitteilt, führten umfangreiche Ermittlungen und Zeugenbefragungen die Beamten schließlich auf die Spur der beiden Verdächtigen. Zusätzlich zu den Festnahmen vollstreckten die Einsatzkräfte vier Durchsuchungsbeschlüsse. Betroffen waren neben den Wohnungen der Hauptbeschuldigten auch Räumlichkeiten von zwei Personen aus deren Umfeld. Dabei stellten die Ermittler diverses Beweismaterial sicher, darunter Datenträger, ein mutmaßliches Tatfahrzeug sowie Kleidung, die bei den Taten getragen worden sein soll. Die beiden Beschuldigten wurden nach ihrer Vorführung beim Haftrichter in verschiedene Justizvollzugsanstalten überstellt. Die Ermittlungen wegen des Verdachts auf gewerbsmäßigen Bandenbetrug dauern an.

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