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Galerie Sonnenhof

GZ Plus IconMalerin Elsa Töbelmann zeigt farbenfrohe Arbeiten in Bad Harzburg

Pflanzen und Landschaften gehören zu den bevorzugten Motiven der Malerin Elsa Töbelmann.

Pflanzen und Landschaften gehören zu den bevorzugten Motiven der Malerin Elsa Töbelmann. Foto: Nachtweyh

Die Galerie Sonnenhof in Bad Harzburg zeigt jetzt erstmals Gemälde der bekannten Metallkünstlerin Elsa Töbelmann aus Syke. Zu sehen sind surreale Motive in expressiven Farben, Töbelmann selbst nennt es „organische Kunst“.

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Von Berit Nachtweyh
Mittwoch, 01.01.2025, 11:00 Uhr

Bad Harzburg. Große Formate, expressive Farben, plakative oder surreale Motive: In der Galerie Sonnenhof am Lärchenweg ist die Bildwelt von Malerin Elsa Töbelmann eingezogen. Zur Künstlerin hat Galeristin Petra Kühn schon seit Jahren einen guten Kontakt, Hauptthema von Elsa Töbelmanns künstlerischer Arbeit war bisher stets die Schmiedekunst – noch nie aber waren die Gemälde der 71-Jährigen im Sonnenhof zu sehen.

Für ihr künstlerisches Schaffen waren Töbelmann und ihr Partner Henning Greve in diesem Jahr mit dem Kulturpreis des Landkreises Diepholz ausgezeichnet worden. Sie arbeiten beide freischaffend seit 1979 in einer Metall-Werkstatt zusammen, die seit 1990 auf dem einstigen Hof der Großeltern in Syke ihren Platz hat. Bekannt ist das Künstlerduo vor allem für seine Bewegungsobjekte und Skulpturen, aber auch für Kunst im öffentlichen Raum – etwa für Gedenkstätten.

„Organische Kunst“

Erst seit 2010 widmet sich Elsa Töbelmann verstärkt der Malerei, weil ihr in der Metallkunst „immer die Farbigkeit gefehlt“ habe, sagt sie selbst. Mit ihren Bildern sei es ihr „endllich möglich“ gewesen, „sich in der Dimension der Farben zu bewegen“.
In der Galerie Sonnenhof gesellt sich Töbelmanns Huhn zu den Stier-Skulpturen.

In der Galerie Sonnenhof gesellt sich Töbelmanns Huhn zu den Stier-Skulpturen. Foto: Nachtweyh

Und wie: In ihren Gemälden legt Töbelmann Schichten übereinander, um sie auf diese Weise miteinander zu verweben. Sie beschreibt es als einen „Prozess des Wachsen-Lassens“ und findet die Bezeichnung „organische Kunst“ für alle ihre Arbeiten als durchaus passend.

Über die reine Ästhetik hinaus sieht Elsa Töbelmann ihre Bilder aber auch geprägt von einem Bewusstsein für die Schöpfung, das schon in der frühen Ökologiebewegung verwurzelt sei. „Unsere Arbeiten sollen auf die Schönheit der Welt hinweisen, auf das Wertvolle in der Welt, das Wertvolle, das uns umgibt, mit den selbstverständlichen Dingen um uns herum“, erklärt sie. Betrachter können sich im Sonnenhof nun also auf die Suche nach diesen selbstverständlichen Dingen machen und werden bald bemerken, dass sie viele davon in einer farbenfrohen Traum-Realität wiederfinden.

Zu sehen sind die Bilder von Elsa Töbelmann im Sonnenhof noch bis Anfang März 2025.

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