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Bevölkerungsschutz

Sie sind die ersten beiden BOS-Drohnenführer der DLRG im Landkreis

Zwei Personen in rot-gelber Einsatzkleidung halten jeweils ein Dokument und zeigen Daumen nach oben vor einem Einsatzfahrzeug mit roter und gelber Beschriftung

Andreas Bauerochse und Markus Romainschick sind die ersten beiden BOS-Drohnenführer im Landkreis Goslar. Foto: Privat

Andreas Bauerochse und Markus Romainschick aus der DLRG-Ortsgruppe Langelsheim sind jetzt BOS-Drohnenführer. Darum ist die Qualifikation so wichtig.

Von Redaktion Dienstag, 05.05.2026, 11:00 Uhr

Langelsheim. Die DLRG Langelsheim hat einen wichtigen Schritt für den modernen Bevölkerungsschutz gemacht: Mit Andreas Bauerochse und Markus Romainschick verfügt sie jetzt über zwei BOS-Drohnenführer (BOS steht für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben). Es ist damit die erste DLRG-Ortsgruppe mit dieser Zusatzqualifikation im Landkreis Goslar. Beide haben ihre Ausbildung erfolgreich abgeschlossen und stehen nun für Einsätze bei Personensuchen, Lageerkundungen und weiteren Aufgaben im Katastrophenschutz bereit.

Im Mittelpunkt der Schulung standen der sichere und effiziente Einsatz von Drohnen im Bevölkerungsschutz sowie die rechtlichen und praktischen Anforderungen an BOS-Drohnenführer. Die Qualifikation befähigt sie nun dazu, moderne Drohnentechnik gezielt zur Unterstützung von Rettungs- und Suchmaßnahmen einzusetzen.

Anspruchsvolle Ausbildung

„Wir wollen moderne Technik verantwortungsvoll nutzen, um Menschen schneller zu finden und Gefahren frühzeitig zu erkennen“, erklärt Markus Romainschick in einer Mitteilung. Auch Andreas Bauerochse betont die Bedeutung der Ausbildung: „Die Ausbildung war anspruchsvoll, aber Drohnen sind heute ein unverzichtbares Werkzeug im Bevölkerungsschutz.“

Beispiel: die groß angelegten Personensuche an der Innerstetalsperre im Jahr 2025 nach einem vermissten Schwimmer. Damals gestaltete sich die Suche vom Boot aus äußerst schwierig und zeitintensiv, da starke Spiegelungen auf der Wasseroberfläche die Sicht erheblich einschränkten. Nach Einschätzung der Einsatzleitung hätte eine Drohne mit Wärmebildkamera in dieser Situation entscheidende Vorteile gebracht.

Wichtig für Personensuchen

„Eine Drohne hätte uns damals wertvolle Zeit gespart. Die senkrechte Draufsicht ermöglicht eine Sichttiefe von rund fünf Metern ins Wasser – das ist vom Boot aus nicht erreichbar“, heißt es aus der Einsatzleitung der DLRG Langelsheim.

Eine Drohne in etwa 50 Metern Flughöhe könnte die gesamte Wasseroberfläche überblicken und selbst kleinste Gegenstände oder Personen schnell erfassen. Besonders bei schlechten Sichtverhältnissen oder in der Dunkelheit bietet eine Wärmebildkamera zusätzliche Sicherheit und Effizienz bei Suchaktionen.

Zu den größten Vorteilen von Drohnen im Bevölkerungsschutz zählen die schnelle Lageerkundung großer Gebiete, die effektive Personensuche durch Wärmebildtechnik sowie die deutlich verbesserte Erkundung von Wasserflächen durch die senkrechte Draufsicht. Gleichzeitig werden Einsatzkräfte entlastet, da zeitintensive Bootsfahrten reduziert und Risiken für Helfer minimiert werden können. Auch die Einsatzleitung profitiert von Live-Bildern, die eine schnellere und fundiertere Entscheidungsfindung ermöglichen.

Ein Baustein fehlt allerdings noch: Derzeit verfügt die Ortsgruppe noch über keine BOS-zertifizierte Drohne mit Wärmebildkamera.

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