Alternativtermin ohne „Soundröhre“ für die Tuningszene
Einsatzkräfte der Polizei kontrollieren ein Fahrzeug der Tuningszene. Foto: Matthias Bein
Die Tuningszene trifft sich mit aufgemotzten Autos zum „Car-Freitag“ an der Rappbodetalsperre. Die Behörden kündigen Kontrollen an und werben mit einem Alternativtermin.
Harz. Polizei und Innenministerium in Sachsen-Anhalt haben für den „Car-Freitag“, ein inoffizielles Treffen der Tuningszene an der Rappbodetalsperre, die Freunde aufgemotzter Autos als Soundröhre nutzen, verstärkte Kontrollen angekündigt. Zugleich werben die Behörden für den Alternativtermin am „Car-Samstag“ in Blankenburg.
Verstärkte Kontrollen
Nach „Car-Freitag“: Polizei registriert etliche Verstöße
Die Autotuning-Szene trifft sich in diesem Jahr zum zweiten Mal in Folge in Blankenburg auf dem Parkplatz Hasenwinkel – als Ersatz für das Treffen an der Rappbodetalsperre, bei dem es immer wieder zu Verkehrsgefährdungen durch Autoposer kommt. Zum „Harzer Oster-Tuning“ in Blankenburg werden an diesem Samstag rund 300 Autos erwartet.
Die Dekra ist auch dabei
Neben der Ausstellungsfläche gibt es eine Händlermeile, wie der Landkreis Harz mitteilte. Auch die Polizei präsentiert sich bei dem Treffen und führt einen getunten Streifenwagen vor. Mitarbeiter des Fahrzeugprüfers Dekra beantworten von 10 bis 17 Uhr Fragen. Und an einem Simulator können Autofahrer erleben, wie sich ein Überschlag in einem Fahrzeug anfühlt.
„Ich bin dankbar, dass sich die Tuning-Szene, die sich seit Jahren traditionell zum Car-Freitag rund um die Rappbodetalsperre versammelt, auf das Angebot des Landkreises für dieses legale Szene-Treffen einlässt“, sagte Landrat Thomas Balcerowski (CDU) in einer Mitteilung. Zur Premiere im vergangenen Jahr wurden demnach 320 Autos präsentiert.
Kontrollen angekündigt
Polizei nimmt Autoposer-Szene an „Car-Freitag“ in den Blick
An der Rappbodetalsperre geht die Polizei traditionell mit verstärkten Kontrollen gegen die Szene vor. Der Tunnel ist bei Auto- und Motorradfahrern beliebt, um den Motor aufheulen zu lassen. Die Polizei achtet vor allem auf Umbauten an Fahrzeugen und nimmt Geschwindigkeitskontrollen vor. Voriges Jahr waren 223 Fahrzeuge kontrolliert worden, 75 wurden beanstandet.
Gegen die Regeln
Gegen die Treffen sei grundsätzlich nichts einzuwenden, erklärte Sachsen-Anhalts Innenstaatssekretär Klaus Zimmermann laut einer Mitteilung. Allerdings hätten Fahrzeuge mit Umbauten, die gegen die Regeln verstoßen und die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer gefährden, auf den Straßen nichts verloren.
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