Radverkehr in Goslar

ADFC Goslar meldet erste Erfolge bei Sicherheit und Radwegen

Asphaltierter Weg mit einem schmalen, unbefestigten Trampelpfad rechts daneben und Bäumen links

An der Grauhöfer Landwehr hat es Verbesserungen für Radfahrer gegeben, lobt der ADFC. Foto: Privat

Der ADFC-Kreisverband Goslar zieht nach einem Jahr Bilanz. Welche Verbesserungen für Radfahrer bereits umgesetzt wurden und welche Projekte noch folgen sollen.

Von Redaktion 10.07.2026, 07:00 Uhr

Goslar. Nach Angaben des Goslarer Kreisverbandes des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) zeigt die Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung und weiteren Behörden bereits ein Jahr nach der Neugründung des Vereins erste konkrete Erfolge. Der Verein verweist auf mehrere umgesetzte Maßnahmen zur Verbesserung des Radverkehrs sowie auf laufende Planungen, die die Sicherheit für Radfahrer erhöhen sollen.

Der ADFC-Kreisverband besteht seit einem Jahr. Nach Angaben des Vereins wurde er bereits kurz nach seiner Gründung als beratendes Mitglied in die städtischen Ausschüsse für Bauen und Umwelt sowie Sicherheit, Ordnung und Sport berufen. Seitdem stehe der Arbeitskreis Verkehr des ADFC unter Leitung von Thomas Sturm in regelmäßigem Austausch mit dem Fachdienst Straßenverkehr, dem Tiefbauamt der Stadt Goslar, dem Landkreis sowie der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr. Ziel sei es, vom ADFC benannte Problemstellen gemeinsam zu bewerten und praktikable, finanzierbare Lösungen zu entwickeln.

Gefahrenstellen entschärft

Als erstes sichtbares Ergebnis nennt der Verein den Rückschnitt einer Hecke an der Einmündung Stapelner Straße/Grauhöfer Landwehr. Dadurch seien die Sichtverhältnisse deutlich verbessert und eine gefährliche Situation entschärft worden.

Auch an der Hildesheimer Straße sieht der ADFC Fortschritte. Dort stehe die Neugestaltung der Straße kurz bevor. Vorgesehen seien ein kombinierter Geh- und Radweg auf der Nordseite sowie ein abgetrennter Radfahrstreifen. Nach Einschätzung des Vereins werde dadurch die Sicherheit für Radfahrende deutlich erhöht.

An der Kreuzung Okerstraße/Reiseckenweg verhindere inzwischen eine neue Fahrbahnmarkierung, dass Radfahrer aus Richtung Oker in den Gegenverkehr geleitet werden. Bei einem gemeinsamen Ortstermin Ende Juni seien bereits weitere Verbesserungsmöglichkeiten besprochen worden.

Weitere Projekte in Planung

Darüber hinaus arbeiten Stadtverwaltung und ADFC nach Angaben des Vereins an einer durchgängigen Radwegeverbindung zwischen Harlingerode und Oker. Langfristig soll die Strecke über die Harzburger Straße bis zur Reichenstraße fortgeführt werden.

Auch für die Lilienthalstraße setzt sich der ADFC für einen Zweirichtungsradweg zwischen Brunnenkamp und Thielingstraße ein. Im Zuge der laufenden Straßensanierung lasse sich dies wegen der geringen Wegbreite zwar nicht umsetzen. Verein und Tiefbauamt planten jedoch bereits eine spätere Verbreiterung des Weges in Richtung Wald, um das Vorhaben doch noch zu ermöglichen.

Ein weiteres gemeinsames Projekt betrifft die Berliner Allee. Dort sollen nach Angaben des ADFC insbesondere die Situation an den Bushaltestellen sowie fehlende Querungshilfen für Fußgänger und Radfahrer untersucht werden. Ziel sei keine Fahrbahnsanierung, sondern eine bessere Verkehrssicherheit, insbesondere für Schulkinder und andere schwächere Verkehrsteilnehmer. Der Goslarer Stadtrat habe Anfang Juli die Vorplanung auf den Weg gebracht.

Sanierter Radweg an der Grauhöfer Landwehr

Als besonders erfreulich bezeichnet der Verein die Sanierung eines stark genutzten Radwegs entlang der Grauhöfer Landwehr. Das Teilstück zwischen Brieger und Beuthener Weg sei auf Initiative des ADFC neu asphaltiert worden. Außerdem habe der Betriebshof bis zum Grünberger Weg überstehende Kanaldeckel abgesenkt und Schlaglöcher beseitigt. Dadurch könne die Strecke vom Fliegerhorst bis zur Berliner Allee nun deutlich sicherer und komfortabler befahren werden. red

Die Redaktion empfiehlt
Diskutieren Sie mit!