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Statusbericht zum Bad

Wie steht es um das Mineralwasser-Freibad in Liebenburg?

Wie lange kann das Freibad noch Badegäste willkommen heißen? Eine Antwort auf diese Frage soll ein Statusbericht ermöglichen, den die Verwaltung erstellen soll. Fotos: Gereke

Wie lange kann das Freibad noch Badegäste willkommen heißen? Eine Antwort auf diese Frage soll ein Statusbericht ermöglichen, den die Verwaltung erstellen soll. Fotos: Gereke

Wie lange kann die Gemeinde Liebenburg das Mineralwasser-Freibad noch betreiben? Der Bau-, Umwelt- und Naturschutzsausschuss der Gemeinde will wissen, welche Gelder bereits fließen mussten und welche Investitionen in der Einrichtung noch anstehen. 

Von Andreas Gereke Dienstag, 15.03.2022, 09:30 Uhr

Liebenburg. Es geht um die Zukunft: Wie lange kann die Gemeinde Liebenburg das Mineralwasser-Freibad noch betreiben? Antworten auf diese Frage will die Politik aus einem Statusbericht zur kommunalen Einrichtung ableiten, den die Verwaltung im Laufe dieses Jahres erstellen soll.

Diese Beschlussempfehlung gab der Bau-, Umwelt- und Naturschutzausschuss (BUNA) auf seiner jüngsten Sitzung ab. Er beruht auf einen Antrag der SPD-Gemeinderatsfraktion. Den Statusbericht soll die Verwaltung selbst erstellen, damit keine Kosten für ein Planungsbüro anfallen.

Der Bericht soll die Sanierungs- und Erneuerungsarbeiten der vergangenen Jahre auf der Grundlage der Sanierungsplanungen des Arbeitskreises Freibad aus den Jahren 2013/2014 enthalten. Außerdem soll er einen Ausblick auf die geplanten Baumaßnahmen der nächsten Jahre geben. „Anhand dessen soll ein möglicher Investitionsstau aufgezeigt und eine Aussage dazu getroffen werden, ob und wie lange das Freibad noch erhalten werden kann“, heißt es dazu in der einstimmig verabschiedeten Beschlussempfehlung.

Jahr für Jahr muss die Gemeinde nämlich Zehntausende Euro in die Anlage stecken, die aus dem Jahre 1972 stammt. Immer wiederkehrend sind Ausgaben, um nach dem Winter die Beckenwände und -köpfe zu sanieren. Immer wieder lässt Frost nämlich Fliesen abplatzen und richtet Schäden an. Zudem musste in den vergangenen Jahren Elektronik und Filtertechnik erneuert werden. Auch galt es mit aufwendigen Arbeiten, Wasserrohrbrüchen auf die Spur zu kommen und zu beheben.

Einstimmig gab das Gremium zudem grünes Licht für die Aufstellung des Bebauungsplanes „Bärenkopfsportplatz II“ in Othfresen. Wesentliche Änderung gegenüber dem Vorentwurf ist, dass die Zufahrt verlegt wurde und nun über die Straße „Feldberg“ erfolgt. Außerdem ging es um Anpflanzungen im äußeren Bereich des künftigen Sportplatzareals. Beispielsweise dürfen dort Bäume nicht angepflanzt werden, innerhalb der Grünfläche aber schon. Das dient dem Schutz der Feldlärche, damit Greifvögel keinen Ansitz haben.

Zwei große Photovoltaik-Freiflächenanlagen gibt es bereits in der Gemeinde – eine weitere soll östlich von Dörnten parallel zur Bahnlinie entstehen.

Zwei große Photovoltaik-Freiflächenanlagen gibt es bereits in der Gemeinde – eine weitere soll östlich von Dörnten parallel zur Bahnlinie entstehen.

Bürgermeister Alf Hesse schätzt, dass nach der Auslegungsfrist der Rat in seiner Juni-Sitzung den Aufstellungsbeschluss fassen kann. Bei dem Projekt „Bärenkopfsportplatz II“ übernimmt die Gemeinde die Kosten für die Aufstellung des B-Plans und stellt das Gelände zur Verfügung. Der Pachtvertrag ist unterdessen zu Ende September gekündigt, so Hesse. Den Bau des neuen Sportplatzes finanziert der FC Othfresen.

In einem weiteren Punkt beschäftigte sich das Gremium mit der so genannten „Photovoltaik-Freiflächenanlage Dörnten-Ost“. Sie soll parallel zur Eisenbahnlinie entstehen. Dafür ist sogar eine Änderung des Flächennutzungsplanes nötig, der bislang dort Landwirtschaft vorsieht. Für die Einspeisung des Stroms ins Netz soll eine Leitung unter der Bahn durch den Damm hindurch zum Kreuzungsbereich Grubenstraße/Dornzunistraße geführt werden.

Laut Plan sollen die Sonnenkollektoren nicht nur in südliche, sondern auch in westliche und östliche Richtung ausgerichtet werden. Das soll der besseren Verteilung der Stromproduktion dienen, damit morgens und abends mehr Energie erzeugt werden kann.

Keine Mehrheit fand ein Antrag von Bündnis 90/Die Grünen. Der sieht die Schaffung der Stelle eines Klimaschutzbeauftragten für Liebenburg vor. Die Diskussion drehte sich um die Notwendigkeit und die damit verbundenen zusätzlichen freiwilligen Kosten für die Gemeinde. Hesse verwies auf zahlreiche Erfolge und Pilotprojekte der Gemeinde Liebenburg, die zudem die Belange des Klimaschutzes bereits seit dem Jahr 2008 in ihrem Leitbild fest verankert hat und bei allen Projekten immer wieder berücksichtigt.

Letztlich sprach sich der BUNA gegen die Schaffung der Vollzeitstelle eines Klimaschutzbeauftragten bei der Gemeinde Liebenburg aus. Vielmehr soll der Bürgermeister im Kreis der Hauptverwaltungsbeamten den Wunsch der Gemeinde an den Landkreis richten, die bestehenden Fördermöglichkeiten auszunutzen, um beim Klimaschutzmanagement der Kreisverwaltung eine zweite Stelle für die Klimaschutzkoordination zu schaffen, um Klimaschutz in denjenigen Kommunen zu ermöglichen, für die aufgrund ihrer Größe kein eigenes Management in Frage kommt.

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