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Massenhafte Neuinfektionen stoppen Kontaktnachverfolgungen

Corona: Behörde kommt nicht mehr nach - Erneuter Höchstwert bei der Inzidenz

Der Landkreis Goslar setzt nach wie vor aufs Impfen und bietet weitere Termine an, zumal die Neuinfektionen außergewöhnlich stark ansteigen. Foto: Jambrek

Der Landkreis Goslar setzt nach wie vor aufs Impfen und bietet weitere Termine an, zumal die Neuinfektionen außergewöhnlich stark ansteigen. Foto: Jambrek

Die Corona-Neuinfektionen schießen im Kreis Goslar in die Höhe. Nach 109 Fällen, die am Mittwoch gemeldet wurden und einen Rekord markierten, hat die Kreisverwaltung am Donnerstag 186 Fälle gemeldet – abermals ein Höchststand. Freitag kamen weitere 164 Neuinfektionen dazu. Die schiere Masse stellt das Gesundheitsamt vor Probleme. 

Von Oliver Stade Freitag, 21.01.2022, 09:30 Uhr

Goslar. Die Inzidenz, die das Infektionsgeschehen einer Woche abbildet, stieg am Donnerstag von 291,8 auf 374,9. Innerhalb von zwei Wochen habe sich das Infektionsgeschehen im Landkreis angesichts der raschen Verbreitung der Omikron-Variante vervierfacht, berichtet Landkreissprecher Maximilian Strache.

Das Gesundheitsamt Goslar rechnet damit, dass sich der Trend in den kommenden Tagen, möglicherweise sogar Wochen, fortsetzen wird. Bereits für den heutigen Tag wird ein weiterer, allerdings leichterer Anstieg erwartet.

Dadurch hat  die Inzidenz einen neuen Höchstwert erreicht: Am Freitag ist die Wert im Landkreis stark angestiegen und liegt nun bei 437,3. 164 Neuinfektionen wurden innerhalb von 24 Stunden gemeldet. 5925 bestätigte Fälle gab es insgesamt seit Beginn der Pandemie aktuell gelten 796 Menschen als infiziert. 4963 Menschen gelten wieder als genesen, 166 sind im Zusammenhang mit dem Virus versitrben. 

Die Situation in den Kliniken sei entspannt, teilt der Landkreis mit. Der starke Anstieg der Infektionen belaste hingegen das Gesundheitsamt. Die Behörde stellt daher die Kontaktnachverfolgung ein. Die lief bisher wie folgt ab: Wenn dem positiv Getesteten das Ergebnis mitgeteilt wurde, nahmen Mitarbeiter des Gesundheitsamtes Kontakt zu denjenigen auf, mit denen er sich vorher getroffen hatte.

Die Kontaktpersonen wurden angeschrieben oder angerufen, damit sie zu Hause in Quarantäne bleiben. Darauf wird nun verzichtet. Das könnte die Zahlen zusätzlich in die Höhe treiben, weil Menschen nicht erfahren, dass sie zu Infizierten Kontakt hatten. Die Behörde sieht sich aber nur noch in der Lage, die direkt Betroffenen zu informieren und ihnen Hinweise zu geben, was im eigenen Haushalt zu berücksichtigen ist. Eine Kontaktnachverfolgung wie bisher soll es allerdings weiterhin in besonders sensiblen Bereichen geben, bei Gesundheits- und Pflegeberufen und der Eingliederungshilfe.

Angesichts der Entwicklung bietet der Landkreis Goslar weitere Impftermine an. Die mobilen Teams würden nach einem Rückgang des Interesses mittlerweile wieder einen leichten Anstieg feststellen, berichtet Landkreis-Pressesprecher Maximilian Strache. Neun Impftermine sind für kommende Woche geplant:

  • Montag von 12 bis 16 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus Alt Wallmoden (Finkenkamp1).
  • Montag von 11 bis 15.30 Uhr in der Klinik Dr. Fontheim in Liebenburg.
  • Dienstag von 12 bis 16 Uhr im Gemeindehaus Astfeld (Am Plan1).
  • Dienstag 10 bis 16 Uhr im Bündheimer Schloss in Bad Harzburg.
  • Mittwoch von 13 bis 16 Uhr im Feuerwehrgerätehaus Lutter (Über der Kieckwiese2).
  • Donnerstag von 9 bis 16 Uhr in Goslar im Altbau des Kreishauses (Klubgartenstraße11).
  • Freitag von 12 bis 16 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus Bornhausen (Dorfplatz4).
  • Freitag 14.30 bis 16.30 Uhr in der Berufsschule Bad Harzburg. Anmeldungen erforderlich: impfung.bereitschaft-goslar.de//Harzburg.
  • Samstag von 12 bis 16 Uhr im Sportheim Dörnten (Kunigunder Straße 23a).

Derweil appelliert Landrat Dr. Alexander Saipa weiter an die Bevölkerung, sich zu schützen: „Wenn Sie noch nicht geimpft sind oder die Booster-Impfung fehlt, nehmen Sie unsere Angebote wahr.“ Die Impfungen würden „sehr gut“ vor schweren Krankheitsverläufen schützen.

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