Dieses Trio hat sich bei den Harzer Falken gesucht und gefunden
Die Falken-Angriffsreihe mit Ales Kosnar, Martin Benes und Nicolas Korbel (v. l.) hat derzeit einen Lauf. Foto: Drechsler
Martin Benes, Nikolas Korbel und Ales Kosnar mischen mit den Harzer Falken die Eishockey-Regionalliga auf. Ein anderer Spieler feiert am Sonntag Heimdebüt.
Die Serie soll noch lange kein Ende haben. Nach ihrem Traumstart mit sieben Siegen aus sieben Spielen wollen die Harzer Falken an diesem Wochenende nachlegen und in der Eishockey-Regionalliga weiter punkten. Der Tabellenführer gastiert zunächst am Freitag, 19.30 Uhr, zum Bonusspiel beim ECW Sande aus der Gruppe A und hat dann am Sonntag, 17 Uhr, im Wurmbergstadion Tornado Niesky aus seiner Gruppe B zu Gast.
Die Serie soll noch lange kein Ende haben – das werden sich auch Martin Benes (30), Nikolas Korbel (25) und Ales Kosnar (23) denken, die derzeit punkten und punkten und die gefährlichste Angriffsreihe der Liga bilden.
Harzer Falken: Zwei Siege zum Müller-Einstand
Wettbewerbsübergreifend hat das Trio schon 73 Scorerpunkte gesammelt und 34 der bisher 56 Falken-Tore erzielt. Eine bärenstarke Quote, die an „The Fabulous Three“ mit Regan Nagy, Eric Krienke und Fedor Kolupaylo aus der Saison 21/22 erinnert.
Nur eine Idee von vielen
Dabei war für Trainer Jan Bönning vor der Saison nicht unbedingt klar, dass er die beiden Tschechen Benes und Kosnar und den Slowaken Korbel in eine Reihe stecken würde. „Es war auf jeden Fall eine Idee, dass in der Vorbereitung auszuprobieren“, sagt der Falken-Coach, aber eben nur eine Idee unter vielen. Er wurde dann fast schon zu seinem Glück gezwungen. Zum einen war das Angebot an Angreifern schon früh durch Verletzungen übersichtlicher als gedacht, zum anderen funktionierte die Reihe um Jordan Stallard in den Testspielen bereits so gut, dass sie Bönning nicht auseinanderreißen wollte. So blieben die drei zusammen.
Harzer Falken: Nun hat es auch noch Nagy erwischt
Das Geheimnis ihres Erfolges? „Sie haben untereinander eine sehr gute Chemie und Harmonie, auf dem Eis und neben dem Eis“, sagt der Falken-Trainer. „Und sie haben Spaß am Eishockey, das ist für mich der Schlüssel zum Erfolg.“ Diese Zutaten ergeben eine Angriffsformation, die zurzeit „brutal gut funktioniert“ und das Team durch eine von vielen Ausfällen geprägte Phase trägt.
Besser wird es personell auch an diesem Wochenende nicht, auch wenn Davide Vinci und Nagy sich ganz vorsichtig an ihr Comeback herantasten. Mit dabei ist hingegen Last-Minute-Zugang Nicklas Müller, dessen Vertragssituation inzwischen ein wenig klarer ist. „Wir haben uns darauf geeinigt, dass er zumindest so lange für uns spielt, wie wir die Verletzten haben“, sagt Bönning, „danach sehen wir weiter.“ Der Allrounder, der nach vier Jahren in der Oberliga zuletzt vertragslos war, arbeitet derzeit daran, die konditionelle Lücke zu schließen.

Nicklas Müller feiert am Sonntag sein Heimdebüt im Falken-Trikot. Foto: Drechsler
Freitagsgastgeber Sande läuft bisher noch seinen Erwartungen hinterher, was auch am großen Umbruch liegen mag. Zwölf Spieler gingen, zwölf Spieler kamen, dazu ist es für den neuen Trainer Yan Golubovsky der erste Job als Chefcoach. Bönning sieht die Jadehaie dennoch weiter „als einen ernsthaften Kandidaten“ für die Spitzenplätze, zumal die Zugänge aus Top-Ligen kommen.
Harzer Falken: Traumstart und Personalsorgen
Niesky um den ehemaligen Oberliga-Spieler Kevin Thau feierte am vergangenen Wochenende sein erstes kleines Erfolgserlebnis, als es Schönheide erst in der Verlängerung unterlag. Der Verein aus der Oberlausitz gastierte im Übrigen zuletzt in der Saison 2005/06 im Harz, wenn auch als SG Weißwasser/Niesky. Die Falken firmierten damals ebenfalls anders und entschieden als Braunlager SC/Harz Hin- und Rückspiel jeweils mit 5:1 für sich – eine kleine Serie, an die sie am Sonntag anknüpfen wollen.
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