Harzer Falken: Nun hat es auch noch Nagy erwischt
Ausgebremst: Falken-Stürmer Regan Nagy fällt wegen einer Unterkörperverletzung mehrere Wochen lang aus. Foto: Drechsler
Die Verletztenmisere geht weiter. Eishockey-Regionalligist Harzer Falken fehlt beim Auswärtsdoppelpack in Diez-Limburg und Dresden nun auch Stürmer Regan Nagy.
Erst geht es nach Rheinland-Pfalz, dann nach Sachsen: Die Harzer Falken werden am Wochenende ordentlich Kilometer schrubben. Der Eishockey-Regionalligist gastiert zunächst am Freitag, 20 Uhr, zum Pokalspiel bei der EG Diez-Limburg und will dann am Sonntag, 15.45 Uhr, beim ESC Dresden weitere Punkte in der Meisterschaft sammeln.
Fragt sich nur mit wem: Der Kader ist durch die vier Langzeitverletzten Adam Gerhardt, Hendrik Lohde, Ville Sivonen und Davide Vinci erheblich zusammengeschrumpft, und jetzt fehlt auch noch Regan Nagy. Der Kanadier schied am Sonntag in Harsefeld mit einer Unterkörperverletzung aus und muss zwei bis drei Wochen pausieren.
Harzer Falken: Traumstart und Personalsorgen
Schlimmer steht es um Sivonen und Gerhardt, die womöglich weitere zehn Spiele verpassen. Legen die Falken also personell noch einmal nach? Jan Bönning, Trainer und sportlicher Leiter in Personalunion, sieht keinen unmittelbaren Handlungsdruck, „weil die Mannschaft auch ohne die Verletzten super Ergebnisse abliefert“. Allerdings beobachte der Verein auch immer den Markt, so Bönning, aber ein möglicher Zugang müsse „ins Konstrukt passen“.
Rockets legen Raketenstart hin
Immerhin besteht die Chance, dass Reko Pohjamo in den Spieltagskader zurückkehrt. Auch können die Falken wahrscheinlich wieder auf Förderlizenzspieler zurückgreifen.
Vor allem am Freitag können die Falken jeden Mann gebrauchen. Die Rockets haben ihrem Namen alle Ehren gemacht und in der Regionalliga West einen Raketenstart hingelegt. Nach fünf klaren Siegen in fünf Spielen sind sie derzeit Spitzenreiter. Diez-Limburg scheint viel Offensivpower eingekauft zu haben, mit dem Finnen Konsta Jakkola (19 Punkte) an der Spitze. Mit einem Sieg würden die Falken, die den OsWeNo-Pokal mit einem 5:1-Erfolg in Timmendorf eröffneten, die Tor zum Halbfinale ganz weit aufstoßen würde.
Die Falken beeindrucken gegen den Tabellenführer
Eher als Pflichtaufgabe erscheint die Partie beim Dresdener Nachwuchs, der erst eines seiner fünf Punktspiele gewonnen hat. Allerdings sind die Sachsen nie so richtig auseinandergenommen worden und haben durchaus ihre Qualitäten im Angriff. Bester Scorer ist ein alter Bekannter: Richard Zerbst, von 2017 bis 2021 in Braunlage aktiv und inzwischen 30 Jahre alt, lässt in seinem Heimatverein so langsam die Karriere ausklingen.
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