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Getränkehersteller

Weniger Nachfrage: Berentzen spürt Konsumflaute bei Alkohol

Die sinkende Nachfrage nach Alkohol macht dem Spirituosen-Hersteller Berentzen zu schaffen. (Archivbild)

Die sinkende Nachfrage nach Alkohol macht dem Spirituosen-Hersteller Berentzen zu schaffen. (Archivbild) Foto: Friso Gentsch/dpa

Berentzen verfehlt trotz gesenkter Prognosen das Umsatzziel. Vorstandschef Schwegmann spricht von „anhaltend herausfordernden Marktbedingungen“.

Von dpa Mittwoch, 11.02.2026, 15:40 Uhr

Haselünne. Der Schnaps- und Getränkehersteller Berentzen leidet unter der sinkenden Nachfrage nach alkoholischen Getränken. Im vergangenen Jahr gingen Umsatz und Gewinn spürbar zurück, wie das Unternehmen mitteilte. Im Vergleich zu 2024 schrumpfte der Umsatz um gut zehn Prozent auf 162,9 Millionen Euro. Der Betriebsgewinn vor Zinsen und Steuern lag mit 8,5 Millionen Euro rund 20 Prozent unter Vorjahresniveau.

Vorstandschef Oliver Schwegmann sprach laut Mitteilung von „anhaltend herausfordernden Marktbedingungen, die sich entsprechend auch in unseren Umsatzerlösen niedergeschlagen haben“. Zum Teil sei der Rückgang auf den Verkauf einer Betriebsstätte in Grüneburg zurückzuführen, von der sich Berentzen Ende 2024 getrennt hatte.

Darüber hinaus mache sich aber auch ein verändertes Konsumverhalten bemerkbar, sagte Schwegmann. Dies zeige sich vor allem im Markt für Spirituosen in Deutschland, der von deutlichen Absatzrückgängen geprägt gewesen sei. Von dieser Entwicklung des Gesamtmarkts sei auch die Berentzen-Gruppe betroffen.

Eigenes Umsatzziel verfehlt

Beim Umsatz verfehlte Berentzen am Ende auch die zuvor mehrfach gesenkte eigene Prognose. Bereits nach dem schwachen ersten Halbjahr 2025 hatte das Unternehmen die Umsatzerwartungen von bis zu 190 Millionen auf maximal 178 Millionen Euro zurückgeschraubt. Im Oktober wurden sie dann auf maximal 169 Millionen Euro gestutzt. Am Ende betrug der Umsatz noch einmal gut 6 Millionen Euro weniger. 

Beim Betriebsgewinn vor Zinsen und Steuern lag Berentzen dagegen mit 8,5 Millionen Euro innerhalb der zuletzt vorhergesagten Spanne: 8,0 bis 9,5 Millionen Euro hatte das Unternehmen hier angepeilt. Das Ziel war ebenfalls im Sommer 2025 gesenkt worden. Zuvor hatte Berentzen noch 10 bis 12 Millionen Euro angepeilt.

Zur Berentzen-Gruppe gehören neben der Stammmarke Berentzen weitere Spirituosen wie Doornkaat und Bommerlunder. Daneben werden alkoholfreie Getränke hergestellt, darunter Mio Mio und in Lizenz Sinalco.

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