Viel Spektakel bei Heidenheimer Remis gegen Hannover
Wieder einmal für den 1. FC Heidenheim erfolgreich: Budu Siwsiwadse (l). Foto: Harry Langer/dpa
Nach der Pause drehen der 1. FC Heidenheim und Hannover 96 richtig auf. Am Ende trennen sich die Teams 2:2. Ein Remis, das niemandem so richtig hilft.
Hannover. Der 1. FC Heidenheim und Hannover 96 haben ihre Krisen in der 2. Fußball-Bundesliga noch immer nicht überwunden. Nach einer in der zweiten Halbzeit hochkarätigen und unterhaltsamen Partie trennten sich die beiden Teams mit 2:2 (1:0). Tim Siersleben (43.) brachte die Gastgeber kurz vor der Pause in Führung. Stefan Teitur Thordarson (55.) und Jean Hugonet (63.) drehten das Spiel zwischenzeitlich für die Niedersachsen. Budu Siwsiwadse (66.) sorgte für den Endstand.
Das Remis half niemandem so richtig weiter. Die Heidenheimer warten seit nunmehr sechs Spielen auf einen Sieg und verlieren die Aufstiegsplätze aus dem Blick. Hannover 96 steckt vor der Länderspielpause weiter im Abstiegskampf.
Erstes Spiel nach Trainer Schmidts Abschiedsankündigung
Im ersten Spiel nach der Ankündigung ihres Trainers Frank Schmidt, seinen Posten nach 20 Jahren zum Saisonende abzugeben, taten sich die Heidenheimer lange schwer. Die Gäste waren vor der Pause insgesamt spielbestimmend. Husseyn Chakroun (12.) vergab frei stehend aus kurzer Entfernung die beste 96-Möglichkeit.
Einen Schreckmoment erlebten die Heidenheimer, als Torwart Thomas Dähne behandelt werden musste. Der kleine Finger der rechten Hand war nach einer Parade unnatürlich abgespreizt. Dähne spielte dennoch weiter. Etwas überraschend gingen die Gastgeber durch das Abstaubertor von Siersleben nach einem Hugonet-Fehler in Führung.
Viel Unterhaltung nach der Pause
In der zweiten Halbzeit wurde das Spiel unterhaltsamer. Beide Mannschaften erspielten sich mehr Chancen. Thoraldson gelang der Ausgleich, Hugonet dreht für Hannover die Partie. Doch schon kurz darauf konterten die Heidenheimer durch Siwsiwadses viertem Saisontor.
Danach übernahmen sie die Spielkontrolle und drückten 96 in die eigene Hälfte. Besonders der schnelle Einwechselspieler Christian Conteh war kaum von der Gäste-Defensive in den Griff zu bekommen. Und doch hätte Hannover noch gewinnen können: Ein Kopfball von Ime Okon ging aber nur an den Pfosten.

Gelang das 1:1 für Hannover 96: Kapitän Stefan Teitur Thordarson Foto: Harry Langer/dpa

Musste behandelt werden: Heidenheims Torwart Thomas Dähne. Foto: Harry Langer/dpa

Am Saisonende verlässt er nach 20 Jahren den 1. FC Heidenheim: Trainer Frank Schmidt. Foto: Harry Langer/dpa