Verbände kritisieren VW-Dividende als zu hoch
VW will in diesem Jahr 2,6 Milliarden Euro an seine Aktionäre ausschütten. (Archivbild) Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa
Personalabbau, Gewinnrückgang – und trotzdem Milliarden für Aktionäre? Was Kritiker an der geplanten VW-Dividende besonders stört.
Wolfsburg. Vor der VW-Hauptversammlung am morgigen Donnerstag üben Verbände scharfe Kritik an der vorgeschlagenen Dividende. Angesichts des laufenden Personalabbaus bei VW falle die geplante Ausschüttung zu hoch aus, kritisieren die Umweltorganisation BUND und der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre.
„Volkswagen muss verstärkt in die Produktion kleiner, sparsamer E-Fahrzeuge „Made in Europe“ investieren“, sagte Jens Hilgenberg, Leiter Verkehrspolitik beim BUND und zugleich Vorstandsmitglied des Dachverbands der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre. „Dafür müssen Finanzmittel im Unternehmen gehalten werden, statt sie durch vergleichsweise hohe Dividenden abfließen zu lassen.“
Europas größter Autobauer schlägt auf der Hauptversammlung am Donnerstag eine Dividende von 5,20 Euro je Stamm- und 5,26 Euro je Vorzugsaktie vor. Das wären jeweils 1,10 Euro weniger als im Jahr zuvor. Der Rückgang der Dividende falle dabei aber deutlich geringer aus als beim Konzerngewinn, so die beiden Verbände. Das Konzernergebnis nach Steuern war 2025 um 44 Prozent eingebrochen - von 12,4 Milliarden Euro auf 6,9 Milliarden Euro.
In Summe würden davon rund 2,6 Milliarden Euro an die Anteilseigner ausgeschüttet, kritisieren die beiden Verbände. Die Aktionäre müssen auf der virtuellen Hauptversammlung noch darüber abstimmen.