Neue Rüstungsmesse in Hannover schon zur Hälfte ausgebucht
In London gilt die DSEI als wichtigste Verteidigungs- und Sicherheitsmesse des Vereinigten Königreichs. (Archivbild) Foto: Ben Whitley/PA Wire/dpa
100.000 Quadratmeter für Hightech und Militär: Auf der DSEI Germany kommen Politik, Industrie und Streitkräfte zusammen. Rüstungskonzerne wie Rheinmetall und Diehl Defence haben sich angekündigt.
Hannover. Ein Jahr vor der Premiere ist die neue Verteidigungs- und Sicherheitsmesse DSEI Germany in Hannover bereits zur Hälfte ausgebucht. Rund 50 Prozent der geplanten Ausstellungsflächen seien gebucht oder reserviert, teilte die Deutsche Messe mit. Zu den Unternehmen, die ihre Teilnahme angekündigt haben, zählen unter anderem die Rüstungskonzerne Rheinmetall, Hensoldt und Diehl Defence.
Die Messe soll vom 9. bis 12. März 2027 stattfinden. Sie soll danach alle zwei Jahre stattfinden. Die Messe trägt den Namen Defence & Security Equipment International (DSEI) Germany. Sie wird von der Deutschen Messe AG in Partnerschaft mit der Verteidigungs- und Sicherheitsmesse DSEI in London ausgerichtet, die ebenfalls im Zwei-Jahres-Rhythmus stattfindet.
Plattform für Politik, Militär und Industrie
Die Veranstalter wollen eine internationale Plattform für den Austausch zwischen Politik, Streitkräften und Industrie schaffen. Hintergrund ist die veränderte Sicherheitslage in Europa. „Mit der DSEI Germany etablieren wir eine Veranstaltung, die sowohl politisch als auch industriell neue Maßstäbe setzt“, sagte Messe-Chef Jochen Köckler.
DSEI-Germany-Geschäftsführer Bernd Kögel fügte hinzu: „Wir sind stolz darauf, zur Rolle Deutschlands als politischer, industrieller und militärischer Führungsnation innerhalb der Nato beizutragen – zu einem Zeitpunkt, an dem Europa mehr Verantwortung für seine eigene Verteidigung übernimmt.“
Begleitende Konferenz geplant
Geplant ist eine Ausstellungsfläche von rund 100.000 Quadratmetern. Präsentiert werden sollen Technologien für verschiedene Bereiche moderner Streitkräfte, darunter Landstreitkräfte, Luft- und Raumfahrt, Marine sowie Cyber- und Informationssysteme. Ein zusätzlicher Bereich richtet sich an Zulieferer und Industrieunternehmen.
Begleitend ist eine Konferenz mit Vertretern aus Militär, Politik und Industrie vorgesehen. Dabei soll es unter anderem um Zusammenarbeit und Investitionen in neue Verteidigungstechnologien gehen.