Kommt die Bundeswehr zurück nach Goslar? Die CDU-Ratsfraktion will prüfen lassen, ob es in der Stadt geeignete Flächen gibt. Doch die Verwaltung sieht wenig Chancen – der frühere Fliegerhorst ist längst neu genutzt.
Auf dem früheren Militärsportplatz an der Waldenburger Straße soll für 30 Millionen Euro ein „Wohnpark für Best Ager“ entstehen. Genehmigt ist das Projekt längst, auch ein Betreiber steht bereit – doch auf dem Gelände tut sich bisher nichts.
Baumfällungen auf dem Fliegerhorst-Gelände: Das ist seit Beginn der Wohnbebauung auf dem ehemaligen Militärgelände ein sehr sensibles Thema. Ein aktuelles Beispiel wirft Fragen auf.
Ein Heißwasserspeicher, der 1000 Kubikmeter Wasser aufnehmen kann, entsteht derzeit vor einem zukünftigen Wohnhaus auf dem Fliegerhorst. Der Speicher soll im Sommer durch Sonnenenergie geladen werden und im Winter die Wohnungen warm halten.
Am 24. August 1944 heulen die Sirenen: Allierte Flugzeuge greifen Goslar an und werfen Bomben über dem Fliegerhorst ab. Ausnahmsweise führte deren Route nicht nur an Goslar vorbei. Todesopfer sind nicht bekannt. Die Feuerwehr ist im Dauereinsatz.
An der Walter-Krämer-Straße auf dem Goslarer Fliegerhorst sollen weitere Häuser zum Wohnen und für eine gewerbliche Nutzung entstehen. Doch die Umweltverbände fürchten um eines der wenigen noch bestehenden Waldgebiete auf dem Areal.