Altlast: Sanierung der Mergelgrube in Goslar startet Montag
Bereits ab Montag (16. Februar) soll mit den ersten Sanierungsarbeiten auf dem Gelände der Mergelgrube begonnen werden. Foto: Thomas Hacke
Die Sanierung der ehemaligen Mergelgrube auf dem Fliegerhorst startet. Ziel ist es, das Grundwasser dauerhaft vor Schadstoffen zu schützen.
Goslar. Die Sanierung der ehemaligen Mergelgrube auf dem Gelände des Goslarer Fliegerhorsts beginnt am Montag. Auf dem rund 7000 Quadratmeter großen Waldgrundstück waren vor etwa neun Jahren rund 22.000 Kubikmeter Erdaushub aus Erschließungsmaßnahmen nicht ordnungsgemäß abgelagert worden.
Unter dem Bodenlager befindet sich zudem eine Altablagerung aus der Zeit der militärischen Nutzung. Aufgrund einer möglichen Gefährdung des Grundwassers ist eine Sicherung der Fläche erforderlich.
Nach längeren Abstimmungen haben das Gewerbeaufsichtsamt Braunschweig, der Landkreis Goslar und die Stadt Goslar ein von einem unabhängigen Gutachter erarbeitetes Entsorgungskonzept genehmigt. Die Arbeiten erfolgen in enger Abstimmung mit den Behörden und dem erschließenden Unternehmer, teilt der Landkreis Goslar mit.
Rückschnitt von Sträuchern
Zunächst sollen die vorhandenen Sträucher zurückgeschnitten werden. Natur- und artenschutzrechtliche Belange seien im Vorfeld geprüft worden, der Waldbestand bleibe erhalten. Anschließend soll geeignetes, unbelastetes Bodenmaterial vor Ort genutzt werden, um die Altablagerung abzudecken. Durch eine Profilierung der Oberfläche und eine kontrollierte Ableitung von Regenwasser soll verhindert werden, dass Schadstoffe ins Grundwasser gelangen.
Die Maßnahme wird durch einen Bodengutachter begleitet, ergänzt der Landkreis. Der eingesetzte Boden werde laufend kontrolliert, belastetes Material ordnungsgemäß entsorgt.
Teil des Grüngürtels
Nach Abschluss der Arbeiten soll sich die Fläche wieder begrünen und langfristig als Teil des Grüngürtels um das Gelände erhalten bleiben. Die Sanierung gilt als notwendig, da Untersuchungen eine Schadstoffbelastung festgestellt hatten und damit eine erhebliche Umweltgefährdung bestand. Mit dem abgestimmten Vorgehen soll der Standort nun dauerhaft gesichert werden.
Copyright © 2026 Goslarsche Zeitung | Weiterverwendung und -verbreitung nur mit Genehmigung.