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Gestrandeter Buckelwal

Rettungsversuch des Buckelwals mit Bagger hat begonnen

Die Helfer beabsichtigen, vor dem Wal eine Rinne auszubaggern.

Die Helfer beabsichtigen, vor dem Wal eine Rinne auszubaggern. Foto: Daniel Bockwoldt/dpa

Schon seit Montag liegt ein Buckelwal vor Timmendorfer Strand. Alle bisherigen Rettungsversuche sind gescheitert. Nun soll am Morgen großes Gerät helfen.

Von dpa Donnerstag, 26.03.2026, 04:40 Uhr

Timmendorfer Strand. Die weitere Rettungsaktion des vor Timmendorfer Strand festsitzenden Buckelwals hat begonnen. Die Bagger beginnen in einiger Entfernung von dem auf einer Sandbank festsitzenden Tier damit, eine Rinne zu graben. Sie beabsichtigen, sich langsam an den 12 bis 15 Meter großen Meeressäuger heranzuarbeiten, auch damit dieser sich an die Geräusche gewöhnen kann, sagte der Bürgermeister von Timmendorfer Strand, Sven Partheil-Böhnke. 

Bei den Arbeiten sei höchste Konzentration gefragt. Man müsse sich bis auf einen Zentimeter an den Kopf des Tieres heranarbeiten, sagte Partheil-Böhnke. Dies sei auch für den Buckelwal nicht ganz ungefährlich.

Baggerfahrer Tim Löhndorf von der Firma Ökologischer Gewässerdienst Wandhoff hatte der dpa am Mittwoch gesagt, dass mit insgesamt zwei Baggern eine 50 Meter lange, sechs Meter breite und 1,20 Meter tiefe Rinne vor dem Kopf des Wals gegraben werden soll. Besonders herausfordernd seien bei der Rettungsaktion Wind und Strömung. 

Biologe begutachtete Buckelwal

Auch der Gesundheitszustand des Wales soll untersucht werden (Archivbild).

Auch der Gesundheitszustand des Wales soll untersucht werden (Archivbild). Foto: Jens Büttner/dpa

Zuvor näherte sich der Biologe Robert Marc Lehmann dem Tier, um dessen Gesundheitszustand zu untersuchen. Der Wal, so berichtet ein dpa-Reporter vor Ort, reagierte mit heftigen Bewegungen und lautem Schnauben, als sich der Biologe Robert Marc Lehmann näherte. Der 12 bis 15 Meter lange Meeressäuger stecke im flachen Wasser fest – so flach, dass der Taucher dort stehen kann.

Nach Einschätzung von Experten des Deutschen Meeresmuseums von Dienstag sind die Überlebenschancen gering: „Der Gesundheitszustand des Wals ist besorgniserregend, sowohl seine Haut als auch den Allgemeinzustand betreffend.“ 

Die Haut macht auch den Experten des Instituts für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (ITAW) vor Ort Sorgen. Allerdings sehe der Wal äußerlich noch gut ernährt aus. Wie es im Inneren des Tieres aussieht, könne man nicht sagen, sagte der ITAW-Experte Joseph Schnitzler. 

Der Buckelwal war Montagmorgen auf der Sandbank entdeckt worden. Am Dienstag war ein Rettungsversuch mit einem kleinen Saugbagger gescheitert. Zuvor waren bereits andere Versuche fehlgeschlagen.

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