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Fußball-Nordharzliga

Beim VfL Liebenburg geht der Lernprozess immer weiter

Die Mannschaft braucht noch immer seine Kommandos: Trainer Yves Schmelzer, im vierten Jahr für den VfL Liebenburg tätig, sieht weiteres Entwicklungspotenzial. Foto: Gietemann

Die Mannschaft braucht noch immer seine Kommandos: Trainer Yves Schmelzer, im vierten Jahr für den VfL Liebenburg tätig, sieht weiteres Entwicklungspotenzial. Foto: Gietemann

Seit vier Jahren ist Yves Schmelzer Trainer beim VfL Liebenburg. Zwei Spiele sind vor der Winterpause für den Fußball-Nordharzligisten noch zu absolvieren. In der GZ blickt er auf die bisherige Saison zurück und sagt, was sich verbessern muss.

Von Björn Gabel Samstag, 19.11.2022, 09:00 Uhr

Zwei Heimspiele stehen für den VfL Liebenburg in der Fußball-Nordharzliga bis zum Gang in die Winterpause an, das erste an diesem Sonntag gegen den TSV Immenrode. Zwei Siege vorausgesetzt, würde der VfL 20 Punkte mit ins neue Jahr nehmen – eine Bilanz, mit der Trainer Yves Schmelzer bestens leben könnte.

Die 48-Jährige arbeitet inzwischen in der vierten Saison an der Schäferwiese, wo er sich wegen der „guten Zusammenarbeit im ganzen Verein“ rundum wohlfühlt. Geholt hatte ihn die VfL-Führung um seinen ehemaligen Mitspieler Markus Rothkamm, weil sie in Schmelzer den richtigen Mann für den Neuaufbau sah. Bisher ging der Plan auf, auch wenn die im Schnitt weiter sehr junge Mannschaft noch lange nicht komplett entwickelt sei, sagt Schmelzer. „Bei uns geht es step by step, wir müssen immer sehen, wo wir herkommen.“

VfL Liebenburg kann auch robust Fußball spielen

Er hatte sein Team vor der Saison darauf hingewiesen, dass es sich nach dem Wechsel in die Staffel 1 auf eine „wesentlich robustere“ Spielweise einstellen werden müsse. Genau so sei es gekommen, „und mittlerweile nehmen die Spieler das auch an“, wie der Trainer feststellt. Das zeige auch der Blick auf die Fairness-Tabelle, in der der VfL inzwischen nur noch im Mittelfeld zu finden sei, weil der eine oder andere nun auch mal ein taktisches Foul begehe. Ein Lernprozess eben.

In dem wären die Liebenburger womöglich schon weiter, wenn sie zuletzt nicht von großen Personalsorgen geplagt worden wären. „In den letzten Wochen war es extrem. Es war schwer, überhaupt elf Leute auf den Platz zu bekommen“, sagt Schmelzer. Unter anderem zog sich Moritz Wohlgemuth ebenso einen Kreuzbandriss zu wie Manuel Döring, der seine Karriere nach der dritten schweren Knieverletzung inzwischen beendet hat.

Fehlender Konkurrenzkampf 

Er habe das Thema in der Öffentlichkeit nicht an die große Glocke hängen wollen, sagt der VfL-Trainer, der derzeit fehlende Konkurrenzkampf jedoch mache sich bemerkbar. Vor Augen geführt bekam er dieses am vergangenen Sonntag beim 1:3 gegen Spitzenreiter SC 18 Harlingerode. „Die haben 17, 18 Leute beim Training. Da ist dann gleich ein ganz anderer Zug drin“, sagt Schmelzer.

Dennoch verlangte der VfL dem Liga-Primus alles ab und bog erst nach einer Roten Karte für Hinnerk Nagel in der zweiten Halbzeit auf die Verliererstraße ab. Mit einem Mann weniger war das aggressive Pressing, das Schmelzer von seiner Mannschaft einfordert, nicht mehr möglich. Der Gesamteindruck sei in im bisherigen Saisonverlauf dennoch positiv, so Schmelzer: Bisher habe er keine Mannschaft gesehen, „die in den Spielen besser war als wir“.

Tabellenführer Harlingerode will Erfolgsserie ausbauen

An der Spitze will der SC 18 seine Erfolgsserie bei der derzeit gebeutelten SG Bredelem/Astfeld fortsetzen, die inzwischen den Abstiegskampf ausgerufen hat. Die Harlingeröder werden genau hingucken, wie sich der TSV Münchehof gegen den FC Groß Döhren schlägt.

So tippt Yves Schmelzer

TSG Wildemann – SC Gitter II 2:1. Wildemann hat auf seinem Hartplatz einen leichten Vorteil.

TSV Gielde – FG Vienenburg/Wiedelah 2:3. Gielde ist zu Hause unangenehm, Vienenburg setzt sich trotzdem durch.

TSV Münchehof – FC Groß Döhren 2:1. Die spielerische Klasse des TSV setzt sich durch.

SG Ildehausen/Kirchberg – WSV Wiedelah 3:0. Der neue Trainer hat einiges bewegt, Ildehausen nimmt den Schwung mit.

SG Bredelem/Astfeld – SC 18 Harlingerode 0:4. Der SC 18 hat einen Lauf, auch wegen seiner Geschwindigkeit, die er auf den Platz bringt.

VfL Liebenburg – TSV Immenrode 2:1. Wir gewinnen, weil wir dran sind.

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