Zähl Pixel
Heftiger Wetterumschwung

Minus 21,1 Grad in Königshütte – und jetzt folgt Frühlingswetter

Eiszapfen bilden sich an einem Ortswegweiser in Königshütte. In dem Ort war es laut Wetterbeobachter Arne Bastian aus Wiedelah am Dienstagmorgen minus 21,1 Grad kalt.

Eiszapfen bilden sich an einem Ortswegweiser in Königshütte. In dem Ort war es laut Wetterbeobachter Arne Bastian aus Wiedelah am Dienstagmorgen minus 21,1 Grad kalt. Foto: Matthias Bein

Minus 21,1 Grad wurden laut Wetterbeobachter Arne Bastian aus Wiedelah am Dienstagmorgen in Königshütte gemessen. In den nächsten Tagen könnte aber frühlingshaftes Wetter im Vorharz ankommen.

author
Von Oliver Stade
Mittwoch, 19.02.2025, 08:00 Uhr

Königshütte. Eiskalt sind die Nächte derzeit. Wie Wetterbeobachter Arne Bastian aus Wiedelah berichtet, wurden am Dienstagmorgen in Königshütte im Ostharz sogar minus 21,1 Grad gemessen. Die Nachrichtenagentur dpa meldete am Dienstag minus 19 Grad aus Stiege. In keinem anderen Ort in Sachsen-Anhalt sei es so kalt gewesen. Einen Tag zuvor waren in dem Ort 18,4 Grad gemessen worden.

Im Landkreis war es am Dienstagfrüh vermutlich in Altenau am kältesten. Arne Bastian berichtet von bis zu minus 18 Grad. Dagegen wirken die minus 14,7 in Westerode und 14,1 Grad in Wiedelah beinahe erträglich.

Nach Angaben der dpa wurde der bisher kälteste Wert dieses Jahres mit minus 21,1 Grad am 11. Januar auf der Zugspitze gemessen, das entspricht dem Wert aus dieser Woche in Königshütte. Die Werte des Deutschen Wetterdienstes (DWD), auf die sich die dpa bezieht, wurden in zwei Metern Höhe vorgenommen, also von Messfühlern, die nicht eingeschneit gewesen sind. Das trifft auch auf die Werte zu, die Arne Bastian meldet, berichtet der Wetterbeobachter, der seine Daten von „Kachelmannwetter“ bezieht.

Die kommenden Tage bringen dank einer südwestlichen Strömung von Luftmassen indes einen extremen Wetterumschwung mit stark steigenden Temperaturen. Vor allem im nördlichen Harzvorland könnte es frühlingshaft werden. Arne Bastian sagt, europäische Wettermodelle würden Tageshöchsttemperaturen zwischen 14 und 16 Grad vorhersagen. In Langelsheim, Liebenburg, Vienenburg und Osterwieck könne es entsprechend warm werden.

Amphibien erwachen wieder

Ein derart extremer Temperaturunterschied kommt zwar nicht alle Tage vor, ist aber auch nicht ohne Beispiel. Wetterbeobachter Bastian erinnert sich, dass nach dem „Schneefallchaos“ im Februar 2021 in der Woche danach in Göttingen 20 Grad plus und damit ein Temperaturanstieg von 30 Grad innerhalb weniger Tage gemessen worden sei.

Angesichts der plötzlich steigenden Temperaturen rechnet der Naturschutzbund Nabu damit, dass die Amphibien aus ihrem Winterschlaf erwachen und zu ihren Laichgewässern wandern. Autofahrer werden gebeten, vorsichtig zu fahren, vor allem nachts und in der Dämmerung. An Straßen, wo mit vielen Kröten zu rechnen ist, weisen in der Regel Hinweisschilder auf die Amphibienwanderung hin. Die Wolfshagener Straße, die westlich von Astfeld von der B82 abzweigt und zur Straße Richtung Langelsheim/Wolfshagen führt, ist wegen der Wanderungen voraussichtlich bis zum 30. April gesperrt.

Die Redaktion empfiehlt
Diskutieren Sie mit!