Halle in Hahndorf eröffet nach 20 langen Jahren
Die Eröffnung der Hahndorfer Mehrzweckhalle lässt lange auf sich warten. Foto: Heine
Nach Rückschlägen und Kostensteigerungen auf rund sieben Millionen Euro kann sich Hahndorf doch noch freuen: Die neue Halle wird eröffnet.
Rund 20 Jahre ist es her, dass der damalige CDU-Ratsherr Klaus-Peter Sonnenberg den Antrag für eine neue Mehrzweckhalle in Hahndorf abgegeben hat. Nach 7288 Tagen Kampf und Krampf kann sich der Ortsteil freuen: Die neue Halle wird Ende August eröffnet.
Sieben Millionen Euro hat der Bau gekostet, dafür hat Hahndorf eine 650 Quadratmeter große Halle bekommen plus 70 Quadratmeter Mehrzweckraum auf einem Bauareal von insgesamt 1000 Quadratmetern.
Rund 3,2 Millionen Euro sind als Fördermittel aus Berlin in das Projekt geflossen, das über die Jahre mit vielen Rückschlägen zurechtkommen musste.
Bei der Grundsteinlegung im November 2022 war noch das Frühjahr 2024 als Starttermin für die neue Halle angepeilt. Doch das Datum wanderte noch einmal mehr ein Jahr nach hinten.
Nicht alles läuft nach Plan
Die Hahndorfer sind Hallen-Kummer indes gewohnt. Auch bis zur Grundsteinlegung lief längst nicht alles nach Plan. Zunächst wartete die Stadt auf Fördergeld – erfolgreich, wie Oberbürgermeisterin Urte Schwerdtner bei dem Ortstermin erklärt. 90 Prozent der ursprünglich kalkulierten Kosten, also jene 3,2 Millionen Euro, sagte das Bundesinnenministerium zu.
Verzögerungen und Kostensteigerungen
Dann stiegen die Preise: Im März 2021 hatte der Rat bereits auf fünf Millionen Euro aufgestockt. Und dabei hat man schon massive Einsparungen vorgenommen – etwa bei der Fassade, den Fenstern oder der Lüftungsanlage. Trotzdem muss die Verwaltung bei den Kosten noch einmal nachbessern. 2022 wird bekannt, dass die Halle nach jüngsten Berechnungen etwas mehr als sieben Millionen Euro kosten soll, also noch einmal zwei Millionen mehr.
Mehr als sieben Millionen Euro
Kurz vor der Grundsteinlegung, bei der auch Hahndorfer Vereinsvorsitzende die Kelle in die Hand nahmen, wirbt die Oberbürgermeisterin noch einmal für den Neubau. Es gebe „wichtige Dinge, die man nicht immer nur unter Kostenaspekten betrachten darf.“ Die Mehrzweckhalle sei in Hahndorf nicht nur Sportstätte, sondern „zentraler Ort der Begegnung“ für Gruppen und Vereine.
In Hahndorf entstehe für die kommenden Jahrzehnte „der Dorftreffpunkt schlechthin“. Lange genug gewartet haben die Hahndorfer bei dieser unendlichen Geschichte ja auch. Im November folgt der nächste große Schritt für ansässige Sportler. Nach 753 Stunden ehrenamtlicher Arbeit wird der neue Begegnungsraum des SV Hahndorf als „kleiner Bruder“ der Mehrzweckhalle eingeweiht.
Ein weiteres Großprojekt steht noch an: Der Fußballplatz soll gedreht und vergrößert werden.
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