Kompost-Check: So gelingt das richtige Kompostieren im Garten
Nicht alles was organisch ist, gehört auf den Kompost. Foto: Pixabay
Von Küchenresten bis Gehölzrückschnitt: So gelingt gutes Kompostieren im Garten. Giftstoffe, Tierreste und Unkräuter gilt es vom Kompost fernzuhalten.
Das Gartenjahr hat begonnen und damit ist auch der richtige Zeitpunkt gekommen, um in Erinnerung zu rufen, was auf den heimischen Kompost gehört.
Egal ob im Holzgatter oder Eisengestell angelegt: Der heimische Komposthaufen ist keine Entsorgungsstation, die allem Platz bietet was Haus, Hof und Garten zu entsorgen haben und was annährend organisch erscheint. Nur durch gute „Zutaten“ entsteht bei der Kompostierung der von Gartenbesitzern gewünschte, wertvolle Humus. Alles Ungeeignete muss über die Biotonne oder im Hausmüll entsorgt werden.
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Generell dürfen alle krautigen Gartenabfälle, Laub, Rasenschnitt und zerkleinerter Gehölzrückschnitt auf den Kompost gelangen, ebenso Küchenabfälle wie gängige Obst- und Gemüsereste, Teebeutel, Kaffee, zerdrückte Eierschalen und zerkleinertes Zeitungspapier. Diese Materialien sind unbedenklich, nährstoffreich und für Mikroorganismen leicht umsetzbar. Südfrüchte sollten nur kompostiert werden, wenn sie biologisch angebaut wurden – und auch dann nur in kleinen Mengen. Das Kompostieren von Bananenschalen (Bio) ist möglich, macht aber wenig Sinn: Sie tauchen selbst nach Jahren beim Durchsieben des entstandenen Humus oft als lederartige Lappen wieder auf. Der Kot von Hamstern, Kaninchen, Meerschweinchen und anderen pflanzenfressenden Kleintieren ist kompostierbar. In dünnen Schichten, mit Einstreu, Stroh und Heu, kann er den Komposthaufen durchaus bereichern. Ebenso Pferdemist.
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Mit Wildkräutern ist es hingegen so eine Sache: Samen bildendes Unkraut darf nur auf den Kompost, wenn es noch nicht blüht und noch keine Samen gebildet hat. Die Samen würden im Boden überdauern. Auch das Entsorgen der ausgestochenen Wurzeln der Ackerdistel, Ackerwinde, Giersch oder gar Brennnessel sollte unbedingt vermieden werden. Diese Pflanzen sind echte Überlebenskünstler. Ihre kräftigen Pfahl- und Wurzelgeflechte werden auf dem Kompost mit großer Sicherheit neu austreiben. Ebenso sollten kranke Pflanzen mit dem Hausmüll entsorgt werden. Ferner gehören Grillholzkohle, Bratfette, Salatöle oder gekochte und gebratenen Essenreste, vor allem wenn sie Fleischreste enthalten, die Ratten verlässlich anlocken werden, nicht auf den Kompost. Darüber hinaus haben die Hinterlassenschaften von Hunden, Katzen (Katzenstreu) und Vögeln im Garten nichts verloren und gehören ebenfalls in den Hausmüll.
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