Flugzeugabsturz in Nachbarkreis: Mann lebensgefährlich verletzt
Das Flugzeug wurde bei dem Absturz stark beschädigt. Foto: Kasemir
Blaulicht auf dem Segelflugplatz „Schäferstuhl“ in Salzgitters Stadtteil Gitter. Ein Zeuge berichtet von einem „lauten Knall“. Was wir wissen.
Salzgitter-Gitter. Am Sonntagnachmittag ist es auf dem Segelflugplatz „Schäferstuhl“ bei Salzgitter-Gitter zu einem Flugzeugabsturz gekommen. Wie die Polizei gegenüber der GZ erklärte, ereignete sich der Unfall gegen 14.20 Uhr aus bislang ungeklärter Ursache.
Rund um den Absturzort liegen mehrere Trümmerteile. Foto: Kasemir
Nach GZ-Informationen wurde ein junger Mann aus dem Flugzeug gerettet. Er soll sich alleine in der Maschine befunden haben. Der aus Salzgitter stammende Pilot wurde dabei lebensgefährlich verletzt und mit dem Rettungshubschrauber Christoph 30 aus Wolfenbüttel in ein Krankenhaus nach Braunschweig geflogen.
Flugzeug stark zerstört
Gegenüber der GZ teilte die Polizei mit, dass der Pilot kurz nach dem Start die Kontrolle über das Flugzeug verloren habe. Zudem hieß es, das Luftfahrzeug sei so stark zerstört gewesen, „dass die Person frei war“. Ein Radfahrer vor Ort berichtete von einem „lauten Knall“.
Beim Eintreffen der Einsatzkräfte war das Flugzeug laut Feuerwehr bereits durch Ersthelfer der Flugplatzfeuerwehr gesichert worden. Der Insasse war nicht eingeklemmt, musste jedoch unter schwierigen Bedingungen aus dem Wrack gerettet werden.

Mitarbeiter der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) aus Braunschweig untersuchen das Wrack. Foto: Kasemir
Aufgrund der GFK-Bauweise (glasfaserverstärkter Kunststoff; Anm. d. Red.) des Flugzeugs kam es laut Einsatzkräften zu besonderen Herausforderungen bei der Rettung. Das Material kann nicht sauber geschnitten werden, sondern splittert und reißt unkontrolliert. Außerdem sind Flugzeugrümpfe aus GFK oft tragende Strukturen, bei denen jeder Schnitt die Stabilität gefährden kann.
BFU vor Ort
Auch Mitarbeiter der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung aus Braunschweig trafen an der Einsatzsstelle ein. Die Ermittlungen laufen.
Feuerwehr, Rettungsdienst, Notfallseelsorge und Polizei waren mit einem Großaufgebot vor Ort.
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