Vier Szenarien für ein Volksfest in Goslar
Der Höllenblitz soll eine Attraktion auf dem Schützenfest werden. Foto: Coaster
Die Vorbereitungen für das Schützenfest in Goslar laufen auf Hochtouren. Vier mögliche Varianten, wie das Fest in diesem Jahr gestaltet werden kann, werden derzeit diskutiert. Ein ganz normales Schützenfest wie früher wünschen sich viele.
Goslar. Das Schützenfest startet zwar erst in gut fünf Monaten, dennoch laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Vor Kurzem gab es ein Gespräch zwischen Sven Schneider, Vorsitzender des Vereins Volksfest, und der Stadtspitze, bestehend aus Verwaltungschefin Urte Schwerdtner und Erstem Stadtrat Burkhard Siebert.
Zur Debatte stehen demnach vier Szenarien. Ein ganz normales Schützenfest wie in alten Zeiten ist wohl die Sehnsucht der meisten. „Wir gehen davon aus, dass es darauf hinauslaufen wird“, berichtet Schneider. Sämtliche Plätze seien bereits an Schausteller vergeben, die Aufbauarbeiten sollen im Juni beginnen. Bei dieser Variante würde der Festumzug im Rahmen des Stadtjubiläums auf dem Osterfeld enden.
Szenario zwei: Das gewohnte Schützenfest findet unter 2G-Regeln statt. Hierbei würde das gesamte Festgelände umzäunt und es würde an verschiedenen Punkten Einlasskontrollen geben. Nachteil: Das zusätzliche Personal kostet die Organisatoren rund 40.000 Euro. „Da würde es nur zwei Möglichkeiten geben. Entweder wir verlangen wie letztes Jahr Eintritt oder wir bekommen einen Zuschuss von der Stadt, um das Sicherheitspersonal zu bezahlen.“
Wie es dann mit dem Festumzug aussähe, lässt Schneider offen: „Das haben wir noch nicht erörtert und ist auch hauptsächlich Sache der Stadt und der Marketinggesellschaft.“
Variante drei wäre ein mobiler Jahrmarkt wie 2021. Dieses Szenario wäre nötig, wenn es im Juli noch coronabedingte Begrenzungen der Besucherzahlen gibt. Der Rummel würde 25Tage auf dem Osterfeld gastieren, allerdings mit drei Ruhetagen unter der Woche. Eine Komplettabsage – Szenario vier – halten die Organisatoren für unwahrscheinlich. „Ich bin mir zu 99,9 Prozent sicher, dass das nicht passieren wird“, sagt Schneider.
Was würde die Besucher bei einem normalen Schützenfest 2022 erwarten? Neben der größten Indoor-Achterbahn der Welt (die GZ berichtete) wird laut Schneider auch die „beste Hochseiltruppe Europas“ in Goslar zu Gast sein – die Geschwister Weisheit aus Gotha. Jeden Schützenfest-Tag sollen sie mindestens eine ihrer atemberaubenden Shows präsentieren, auf einem 150 Meter langen Drahtseil, das direkt über den Festplatz gespannt werden soll, oder auf einem 62-Meter-Hochmast. Waghalsige Manöver sind an der Tagesordnung und „alles ohne Netz und doppelten Boden“, bewirbt Schneider die Schützenfest-Attraktion.
Nach eigenen Angaben sind die Geschwister Weisheit bereits in der sechsten Generation in der Hochseilakrobatik zu Hause.