Seilbahn-Gesellschaft ist sauer auf den Wintersportverein
Unter anderem für den „Zwergen-Cup“ sperrt die Wurmbergseilbahn-Gesellschaft die Pisten ab und präpariert sie kostenlos für den Nachwuchs. Archivfoto: Gietemann
Die Wurmbergseilbahn-Gesellschaft nimmt die Nachwuchsförderung des Wintersports sehr wichtig, wie Betriebsleiter Fabian Brockschmidt betont. „Wir arbeiten auch mit allen Ski-Clubs im Harz gut zusammen“, findet er. Deshalb ärgert er sich über die Kritik des Wintersportvereins (WSV) Braunlage in der Hauptversammlung wegen der Anhebung des Preises für die Saisonkarten.
Braunlage. Fabian Brockschmidt hatte bereits Anfang November angekündigt, dass es in diesem Jahr keine Saisonkarten geben werde, um Ärger gleich im Vorfeld zu vermeiden. Wenn die Seilbahn-Gesellschaft diese Karten verkauft hätte und dann wäre die Saison wegen der Corona-Pandemie stark verkürzt gewesen, wäre ein Streit mit den Käufern programmiert.
Zum anderen sei absehbar gewesen, dass die Nutzung der Pisten wegen der Pandemie von der Personenzahl her stärker begrenzt würde. Das Unternehmen wollte deshalb vermeiden, dass hauptsächlich die Inhaber der Saisonkarten die Anlagen am Wurmberg nutzen.
Im Grunde sollte es keine Ausnahme geben. „Doch dann sind die Wintersportvereine auf uns zu gekommen und haben gesagt, ,das könnt ihr nicht machen‘“, erinnert sich Fabian Brockschmidt. Nach kurzer Überlegung sei dann von dem Unternehmen entschieden worden, dass jedes Mitglied von WSV, Ski-Club St. Andreasberg oder auch des Niedersächsischen Skiverbandes jeweils 150 Euro altersunabhängig für eine Saisonkarte zahlen muss. Das sei für Kinder in etwa der Preis, den sie für sieben Tageskarten zahlen müssen und für Erwachsene der für vier Tageskarten.
Die Wurmbergseilbahn-Gesellschaft steht eigenen Angaben zufolge dem Skisport aufgeschlossen gegenüber und präpariert unter anderem stets die Pisten für die Skirennen, sperrt sie auch in der Hochsaison entsprechend ab, stellt das Wasser für den Schnee auf den Brockenweg-Skisprungschanzen zur Verfügung und hilft allen Vereinen, wenn sie Wettbewerbe oder Veranstaltungen am Berg ausrichten.
Weiter haben sechs Trainer des WSV Freikarten bekommen. „Darüber hinaus konnten wir aber den Preis von 60 Euro für eine Jahreskarte für jedes Kind, das dem Wintersportverein Braunlage angehört, nicht mehr halten“, sagt der Betriebsleiter, der daran erinnert, dass die vergangene Saison am Wurmberg wegen Corona ausgefallen und die davor wegen miesen Wetters nicht gut gelaufen ist.