Hauptverwaltungsbeamte im Landkreis wenden sich gegen Impfgegner und Corona-Leugner
<p>Das Kreishaus an der Klubgartenstraße.</p>
In einer gemeinsamen Erklärung beziehen jetzt der Landrat des Landkreises Goslar, die Oberbürgermeisterin, die Bürgermeisterinnen und die Bürgermeister der kreisangehörigen Kommunen Stellung zu Impfgegner und Leugnern der Corona-Pandemie. Sie stellen sich darin gegen die Verharmlosung der Pandemie und bekunden ihre Unterstützung für die Impfkampagne.
Der Landrat des Landkreises Goslar, die Oberbürgermeisterin der Stadt Goslar sowie die Bürgermeisterin und die Bürgermeister der kreisangehörigen Kommunen stellen sich in einer gemeinsamen Erklärung gegen die Verharmlosung der Corona-Pandemie durch Impfgegner und Corona-Leugner. "Die Corona-Pandemie ist Realität und darf nicht verharmlost werden. Daher stehen wir gemeinsam aus Überzeugung hinter der bundesweiten Impfkampagne und stellen uns mit großer Entschlossenheit Impfgegnern und Corona-Leugnern in unserem Landkreis entgegen", heißt es in der Erklärung.
Die Hauptverwaltungsbeamten missbilligen, dass "eine kleine Minderheit versucht, die Corona-Pandemie für ihre Zwecke zu instrumentalisieren". Der Demokratie werde so Schaden hinzugefügt und der gesellschaftliche Zusammenhalt destabilisiert. "Diese im gesamtgesellschaftlichen Vergleich kleine Gruppe verweigert sich der notwendigen Solidarität und stellt die Grundwerte unserer Demokratie in Frage", so der Wortlaut der Erklärung. Es sei zudem sehr bedenklich, dass sich auf den Kundgebungen und sogenannten Spaziergängen gesellschaftliche Splittergruppen zusammenfinden, "die für sich genommen kaum mediale Verbreitung erlangen könnten".
Um Unwahrheiten mit Information entgegen zu wirken, wolle man weiterhin mit nicht geimpften Bürgerinnen und Bürgern aus dem Landkreis in den Dialog treten, um mit Information, Aufklärung und Einfühlungsvermögen für die Impfung zu werben.
"Wir schaffen es nur gemeinsam aus dieser für uns alle belastenden Pandemie herauszukommen. Und nur, wenn so viele Menschen wie möglich geimpft sind, wird es gelingen, das Gesundheitssystem nicht länger auf diese harte Bewährungsprobe zu stellen, und die Gesundheit unserer Bürgerinnen und Bürger effektiv zu schützen", werben die Hauptverwaltungsbeamten für die Impfkampagne.
Dass die Erklärung in Schriftform, nicht aber durch Versammlungen kundgetan wird, habe einen Grund: Zwar sei die Versammlungsfreiheit eines der höchsten Güter der Demokratie, dennoch seien größere Ansammlungen aus Infektionsschutzgründen momentan schwer zu vermitteln.