Goldene Aue: Pavillon-Abriss lockt ungebetene Gäste
Der Pavillon am Schulzentrum Goldene Aue ist bereits entkernt und wird derzeit abgerissen. Foto: Epping
Ein Nebengebäude des Schulzentrums Goldene Aue ist bereits entkernt und wird derzeit abgerissen. Das lockt auch ungebetene Gäste an, die dort randalieren. Eine umgestülpte Bierflasche zeugt zudem von einer waghalsigen Kletteraktion.
Goslar. Er wurde 1979 als Anbau errichtet und für den Unterricht genutzt, nun sind die Bauarbeiter am Schulzentrum Goldene Aue dabei, den Pavillon dem Erdboden gleichzumachen. Danach startet mit dem Neubau des Schulzentrums ein 62-Millionen-Euro-Projekt.
„Die Abrissarbeiten am Pavillon laufen bereits. In dieser Woche werden in dem jetzt gesicherten Baustellenbereich alle Aufbauten demontiert und entsorgt“, gibt Landkreis-Sprecher Maximilian Strache eine Übersicht. Das bedeutet: Zäune, Basketballkörbe, Tore, Masten, Bänke und Müllboxen verschwinden, bevor der Pavillon abgerissen wird. Ab dem 11. April sind dann die Abbrucharbeiten der Garagen vorgesehen.
Wie von Beteiligten vor Ort zu hören war, interessieren sich nicht nur Bauarbeiter für das leer stehende und bereits entkernte Gebäude. Von nächtlichen Partys ist die Rede, Schmierereien, umgeschmissenen Bauzäunen und Vandalismus. Einige Spuren davon sind im Inneren und auf dem Außengelände des Pavillons zu sehen. Ziemlich seltsam mutet vor allem eine Bierflasche an, die in schwindelerregender Höhe auf dem Schulgebäude auf einen Blitzableiter gestülpt wurde. Bei der Polizei sind bisher keine Hinweise auf nächtliche Treffen oder Beschwerden wegen Ruhestörungen oder Sachbeschädigungen auf der Schul-Baustelle eingegangen, sagt Pressesprecher Markus Lüdke.
Eine Nachfrage beim Landkreis, ob derartige Probleme bekannt sind, blieb bisher unbeantwortet. Realschul-Leiterin Jutta Schober bestätigt gegenüber der GZ, dass vergangenes Wochenende Teile des Bauzauns und ein Dixi-Klo umgeschmissen wurden.
Der weitere Bauplan sieht vor, dass nach den geplanten Abrissen im Mai erste Erdarbeiten für den Neubau des Schulzentrums erfolgen sollen. Bis Sommer 2024 soll die ostwestfälische Depenbrock-Gruppe das Gebäude errichtet haben – für maximal besagte 62 Millionen Euro. Erst wenn die neue Heimat für das Christian-von-Dohm-Gymnasium und die Realschule Goldene Aue steht und der Umzug vollzogen ist, soll das alte Schulgebäude bis Sommer 2025 abgerissen werden. Die beiden Sporthallen neben dem zukünftigen Neubau bleiben erhalten.