Erstsemester: Uni in Clausthal zeigt, was sie zu bieten hat
Tapondju Sandy Rykiel und Sesso Domtchoueng Eric Dietriche mit Dominik Schulz. Foto: Guido Berg
Bei der Startmesse für die Erstsemster bleibt kaum eine Frage nach dem Wer, Was und Wo unbeantwortet – nicht einmal die vielleicht wichtigste Frage: Wo kriege ich so einen Hoodie mit der Aufschrift „Technische Universität Clausthal“ her?
Clausthal-Zellerfeld. Die ersten Tage und Wochen fallen schwer. Studierende im Erstsemester haben viele Fragen und irren bisweilen orientierungslos über den Campus. Das muss nicht sein, heißt es an der Technischen Universität Clausthal. Auf einer Semester-Startmesse in der imposanten Aula Academica präsentierten daher zahlreiche Institutionen, Vereine und Organisationen am Dienstagabend sich und ihre Angebote. Kaum eine Frage nach dem Wer, Was und Wo blieb unbeantwortet – nicht einmal die vielleicht wichtigste Frage: Wo kriege ich so einen Hoodie mit der Aufschrift „Technische Universität Clausthal“ her?
Einen Hoodie der Uni
Die Antwort darauf geben Chilchanok Srisutapat und Kanat Suerkulov vom Uni-Shop. Man muss als Studierender keinen Uni-Hoodie tragen, „aber man sollte“, sagt Chilchanok lachend. Und das schon deshalb, weil es in Clausthal so kalt sei – ganz im Gegenteil zu ihrer Heimat Thailand.
Gaby Fuchs, Lukacs Schmeing, Eda Aylin Pekdemir und Heidi Hohmann. Foto: Guido Berg
Die vielleicht zweitwichtigste Frage könnte lauten: Gibt es hier eigentlich eine Uni-Kneipe? Aber ja und das schon seit 24 Jahren. Sie heißt „Querschlag“ und die beiden Protagonistinnen Kristin und Sabrina erklären kategorisch: „Wir wollen natürlich das 25. Jubiläum feiern!“ Dafür werden Mitstreiter gesucht. Jeder, der dazu Lust habe, könne gern mal an einem Abend die Theke übernehmen. Derzeit ziehe die Uni-Kneipe in die Adolph-Roemer-Straße 2 um. Wenn alles gut geht, könne zu Silvester die Einweihungsparty steigen. Auf die Frage, ob so ein Kneipenbetrieb nicht das Lernen beeinträchtigt, lacht Sabrina und gibt zu: „Natürlich gab es schon Momente, wo das Studium gelitten hat ...“ Aber eine Studentenkneipe müsse es schon geben, keine Frage.
Kanat Suerkulov und Chilchanok Srisutapat vom Uni-Shop. Foto: Berg
Ebenso wie die Uni-Bibliothek. Irgendwann sollte jeder Studierende den Weg dahin finden und dafür, dass das auch klappt, sorgten an diesem Abend Silke Frank, Jan Wilkens und Florian Strauß. Die Bibliothekare wissen zu werben: „Wir haben total tolle Lernplätze“, sagt Silke Frank, „und genügend Wärme, Strom und Licht“. Und das nicht nur für den einzelnen Studenten, sondern für ganze Projekt- und Seminargruppen. Zudem locke die Cafeteria „mit leckeren Schnitten“. Und wichtig: Die Bibliothek vergibt bezahlte HiWi-Stellen. Von irgendwas müssen die Schnitten schließlich bezahlt werden.
Und was darf noch nicht zu kurz kommen in einem Studentenleben? Richtig, die Musik. Anna Godesberg (Geige) und Friedrich Bürger (Cello) informierten über das Sinfonieorchester der TU Clausthal. Die45 Mitglieder treffen sich jeden Mittwoch. Mitmachen könne jeder, der ein Instrument spielen kann – insbesondere, wenn es sich um ein Cello handelt. „Wer Lust hat, soll zu uns kommen“, sagt Anna Godesberg, die Konzertmeisterin.
Kristin und Sabrina werben für die Uni-Kneipe „Querschlag“. Foto: Guido Berg
Orientierung auf dem Campus gibt auch der Afrikanische Kulturverein , für den Tapondju Sandy Rykiel und Sesso Domtchoueng Eric Dietriche an diesem Abend da sind. Die Angebote des Vereins gelten für alle, sagt Sesso. „Alle sind herzlich willkommen.“ Der Verein habe sogar einen Raum in der Silberstraße 13 und – ganz wichtig – jeden Freitagabend ab 22 Uhr ist dort was los.
Bei Fragen los zum StuZ
Apropos Silberstraße. Dort befindet sich auch das Studentenzentrum (StuZ), der permanente Ort zum Erhalt von Infos über Uni und Studium, wie Gaby Fuchs, Lukacs Schmeing, Eda Aylin Pekdemir und Heidi Hohmann versichern.
Von Zeit zu Zeit muss ein Student auch mal abtauchen und auch das geht an der TU – bei der Wissenschaftlichen Tauchgruppe der Uni, über die Aileen und Niclas informieren. Getaucht werde in Teichen, aber auch in der Okertalsperre. Er war mal auf 37 Meter runter, sie kann auf 21 Meter verweisen. Wohl bedacht: „Ab 15 Meter ist in der Okertalsperre Nacht!“ Es ergibt sich noch eine nette Plauderei über Sauerstoff und Stickstoff im Blut und der Notwendigkeit langsamen Auftauchens. Einen speziellen Abschiedsgruß gebe es nicht bei den Tauchern, aber Niclas fällt dies ein: „Immer genug Reserven in der Flasche!“
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