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Fußball-Bundesliga

Sorge um Karetsas: Dortmund spielt bei Union nur 0:0

Gestützt von Betreuern humpelte Konstantinos Karetsas vom Feld.

Gestützt von Betreuern humpelte Konstantinos Karetsas vom Feld. Foto: Julius Frick/dpa

Borussia Dortmund spielt gegen Union nur Remis und bangt um Karetsas. Nach drei sieglosen Spielen droht die Stimmung beim BVB zu kippen. Schon am Dienstag geht es weiter.

Von Jordan Raza, dpa 17.10.2026, 17:40 Uhr

Berlin. Borussia Dortmund steckt nach dem dritten sieglosen Spiel nacheinander in einer Ergebniskrise und könnte nach diesem Spieltag auf Platz drei der Fußball-Bundesliga zurückfallen. Der BVB musste sich beim 1. FC Union Berlin mit einem 0:0 zufriedengeben und ist nun auf Schützenhilfe angewiesen, um seinen Spitzenplatz vor dem SC Freiburg und dem FC Bayern zu behaupten.

Die Stimmung beim BVB trübte zusätzlich die Verletzung von Neuzugang Konstantinos Karetsas, der wenige Minuten nach seiner Einwechslung umknickte, sich das Sprunggelenk hielt und vom Feld humpelte. Für ihn wäre es der nächste gesundheitliche Rückschlag, nachdem er im Champions-League-Spiel gegen Villarreal zusammengebrochen war.

Konstantinos Karetsas wurde verletzt ausgewechselt.

Konstantinos Karetsas wurde verletzt ausgewechselt. Foto: Julius Frick/dpa

Am Dienstag muss gegen den aserbaidschanischen Champions-League-Neuling Sabah FK nun ein Sieg her, sonst kippt die Stimmung beim BVB endgültig.

Kovac wechselt auf fünf Positionen

Beide Teams standen vor Anpfiff unter Druck. Bei Union kaschierte auch der Sieg gegen Elversberg den historisch schlechten Bundesliga-Start nicht. Dortmund war nach dem Remis in Bremen und der Niederlage gegen Bodö/Glimt auf Wiedergutmachung aus. Sportgeschäftsführer Lars Ricken hatte angekündigt, „mit ein bisschen Wut im Bauch“ in Berlin anzutreten.

Nationalspieler Nico Schlotterbeck kehrte beim BVB in die Startelf zurück.

Nationalspieler Nico Schlotterbeck kehrte beim BVB in die Startelf zurück. Foto: Julius Frick/dpa

Zwar hatte der BVB zehn der bisherigen 14 Bundesliga-Duelle gewonnen, Union aber alle vier Siege zu Hause gefeiert. Während FCU-Coach Mauro Lustrinelli seine Startelf unverändert ließ, wechselte Niko Kovac auf fünf Positionen und brachte unter anderem Nico Schlotterbeck und Serhou Guirassy.

Viele Karten, kaum Torchancen

Nach dem teils leidenschaftslosen Auftritt bei Bodö/Glimt präsentierte sich Dortmund deutlich aggressiver. Dabei überschritten die Gäste in den Zweikämpfen mehrfach die Grenze des Erlaubten. Ethan Nwaneri (1. Minute), Waldemar Anton (7.) und Serhou Guirassy (14.) sahen früh die Gelbe Karte. Spielerisch setzte der BVB die Berliner zwar zunehmend unter Druck und drängte sie tief in den eigenen Strafraum, entwickelte aber kaum Torgefahr.

Intensive Zweikämpfe dominierten die erste Halbzeit zwischen Union Berlin und Borussia Dortmund.

Intensive Zweikämpfe dominierten die erste Halbzeit zwischen Union Berlin und Borussia Dortmund. Foto: Julius Frick/dpa

Union verteidigte konsequent und ging ebenfalls hart zur Sache. Auch Tom Rothe und Janik Haberer wurden verwarnt. Angesichts der vielen Gelben Karten schien ein Platzverweis nur eine Frage der Zeit. Nennenswerte Torchancen blieben auf beiden Seiten bis zur Pause weitgehend aus. BVB-Keeper Gregor Kobel war lediglich in der Nachspielzeit nach einem Freistoß von Kastriot Imeri gefordert.

Geburtstagskind Beier vergibt Führung

Nach der Pause spielten beide Mannschaften deutlich munterer nach vorn. Für Dortmund vergab Maximilian Beier an seinem 24. Geburtstag die Chance zur Führung, als er in der 56. Minute eine Hereingabe des Ex-Unioners Julian Ryerson neben das Tor lenkte. Auf Seiten der Berliner, die auf Konter lauerten, tauchte Tim Skarke plötzlich vor Kobel auf, setzte den Ball aber über das Tor. 

In der Schlussphase wurde es hitziger: Viele harte Zweikämpfe und Fouls prägten das Geschehen. Guirassy vergab eine gute Chance nach einem Freistoß, Union war hauptsächlich nach Standards gefährlich. Ein Tor fiel nicht mehr.

Sah eine intensive Partie ohne viele Torchancen: BVB-Coach Niko Kovac.

Sah eine intensive Partie ohne viele Torchancen: BVB-Coach Niko Kovac. Foto: Julius Frick/dpa

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