So schützt du dich vor falschen Gerichtsvollziehern
Betroffene berichten, die Anrufer hätten eloquent und seriös gewirkt. (Symbolbild) Foto: Markus Scholz/dpa
Mit echten Namen und falschen Versprechen: Zuletzt trieben gehäuft falsche Gerichtsvollzieher im Raum Hannover ihr Unwesen. Woran sind die Betrüger zu erkennen?
Hannover/Celle. Die Justiz warnt vor Betrügern, die sich im Bezirk des Oberlandesgerichts Celle als Gerichtsvollzieher ausgeben. Die Täter nähmen unter anderem über WhatsApp oder telefonisch Kontakt zu möglichen Opfern auf und forderten Geld, teilte das Amtsgericht Hannover mit.
Nach Angaben der Justiz nutzen die mutmaßlichen Betrüger teilweise sogar die Namen echter Gerichtsvollzieher. Sie kündigten etwa an, am nächsten Tag Bargeld abzuholen oder böten eine angebliche „Abwendungszahlung“ an, mit der eine Vollstreckung verhindert werden könne.
Wie erkenne ich Betrüger?
Tatsächliche Gerichtsvollzieher forderten Schuldner jedoch niemals telefonisch oder über Messengerdienste zur Zahlung auf und kündigten Vollstreckungsmaßnahmen auch nicht auf diesem Weg an, hieß es. Zudem verwendeten sie keine unterdrückten Telefonnummern. Schuldner würden entweder persönlich aufgesucht oder schriftlich per Post kontaktiert.
Auch Überweisungen an Dritte – etwa über internationale Geldtransferdienste – verlangten Gerichtsvollzieher grundsätzlich nicht. Betroffene sollten daher keine Zahlungen leisten und sich im Zweifel an ihr zuständiges Amtsgericht wenden, teilte die Justiz mit.