Kellerduell im Basketball: Towers-Wechsel wirken
Towers-Trainer Benka Barloschky (M) spricht zu seinen Spielern. Foto: Marcus Brandt/dpa
Mittlerweile hat Hamburg in der Basketball-Bundesliga fünf Partien gewonnen. Doch lange war der Club Punktelieferant. Hält die positive Entwicklung auch gegen Schlusslicht Braunschweig?
Hamburg. Benka Barloschky schaut immer noch nicht gern auf die Tabelle der Basketball-Bundesliga. Fünf Spiele haben seine Hamburg Towers mittlerweile gewonnen. Zwei Konkurrenten haben sie in der Tabelle nach dem missglückten Saisonstart mit acht Niederlagen überholt. Doch rund um die beiden Spiel gegen die Chemnitz Niners (86:69) und den Tabellenletzten Löwen Braunschweig (Sonntag, 16.30 Uhr/Dyn und WeltTV) sagte der 38-jährige Coach in einer ersten vorläufigen Saisonbilanz: „Jetzt darauf zu schauen, wie viele Siege am Ende reichen, das hilft uns gerade nicht.“
Inklusive Pokal-Aus und Eurocup umfasste die Negativserie der Towers in dieser Saison sogar 19 Niederlagen. Erst Mitte Dezember leiteten die Hamburger die Wende mit dem überraschenden Sieg gegen Alba Berlin ein.
Ein Grund für den Aufschwung sind Veränderungen im Kader. Einige Profis mussten gehen, dafür wurden Martin Breunig, Devon Daniels und Ross Williams verpflichtet: Dieses Trio hat dem Team deutlich mehr Stabilität verliehen.
Sportdirektor bei Kaderplanung selbstkritisch
Die notwendigen Wechsel nahm Sportdirektor Marvin Willoughby auf seine Kappe. „Was wir uns überlegt haben, hat nicht funktioniert. Ich bin in der Verantwortung und ein Risiko eingegangen, das nicht gerechtfertigt war“, sagte er in der Rückschau.
Während Willoughby auch auf die begrenzten wirtschaftlichen Möglichkeiten des Clubs verwies, stellte Barloschky klar: „Wir sind ein Ausbildungsverein. Das ist ein Teil unserer DNA.“ Dass es auch einmal nicht passe, sei Teil des Geschäfts. „Ich zweifele aber nicht an unserer Philosophie und daran, wie wir verpflichtet haben. Fakt ist, dass es nicht zusammengepasst hat“, sagte der Trainer.
Barloschky räumte ein, dass die vergangenen Monate „die schwierigste Phase meiner Karriere“ gewesen sei. In den letzten Partien haben die Towers aber gezeigt, dass sie sich auch aus kritischen Spielphasen befreien können.
„Wir werden von Tag zu Tag reifer als Team“, sagte Barloschky. Am kommenden Sonntag kann seine Auswahl das erneut beweisen. Dann empfängt der Tabellen-16. das Schlusslicht Braunschweig. Das Hinrunden-Duell bei den Löwen verloren die Towers vor drei Monaten noch mit 73:85.