Hertha feiert nächsten Erfolg: Aufstiegszone rückt näher
Hertha BSC feiert in Kiel. Foto: Marcus Brandt/dpa
Die Berliner sind in der 2. Liga zuletzt kaum zu bremsen. Das ändert sich auch in Kiel nicht. Die Top-Ränge in der Tabelle sind durch den fünften Sieg nacheinander nicht mehr allzu weit entfernt.
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Kiel. Hertha BSC nähert sich weiter der Aufstiegszone der 2. Fußball-Bundesliga an. Der Club aus der Hauptstadt baute durch das 1:0 (0:0) bei Holstein Kiel seine Erfolgsserie aus: Die Mannschaft von Trainer Stefan Leitl siegte in der Liga zum fünften Mal nacheinander.
Zunächst kletterte Hertha auf den fünften Rang vor Konkurrent SV Darmstadt 98, der am Sonntag beim Tabellenvierten SV Elversberg gefordert ist. Der Dritte Hannover 96 auf dem Aufstiegsrelegationsrang ist aktuell einen Punkt von den Berlinern entfernt.
Kampf um den Ball: Hertha-Profi Fabian Reese (M) im Duell mit Kiels Marco Komenda (l). Foto: Marcus Brandt/dpa
Obendrein freuten sich die Berliner über das wettbewerbsübergreifend sechste Spiel ohne Gegentreffer. „Sechsmal zu null“ sei „sehr, sehr gut“, sagte Leistungsträger Fabian Reese bei Sky. „Generell war es ein Arbeitssieg, viele zweite Bälle, viel Stückwerk“, fügte Reese hinzu, der an seinem 28. Geburtstag zu seinem alten Club und in seine Geburtsstadt zurückgekehrt war.
Reese legte an seiner alten Arbeitsstätte im Holstein-Stadion vor 14.732 Zuschauern mit einer präzisen Flanke den späten Treffer des eingewechselten Angreifers Dawid Kownacki (75. Minute) auf, der unbedrängt per Kopf traf.
Ruhe auf den Rängen und Aufregung auf dem Platz
Zunächst blieb es in den ersten Spielminuten auf den Rängen ruhig. Beide Fanlager protestierten gegen die geplanten Maßnahmen der Innenministerkonferenz, die in der kommenden Woche in Bremen tagt.
Der junge Herthaner Kennet Eichhorn sorgte dagegen gleich für Aufregung, als er in den ersten Minuten hart gegen den Kieler Phil Harres einstieg und Gelb kassierte. Der Videoschiedsrichter prüfte eine Rote Karte, aber der Mittelfeldspieler wurde vor dem Platzverweis bewahrt. „Es fühlt sich an wie eine Rote Karte, weil er trifft mich mit offener Sohle oberhalb des Knöchels“, sagte Harres nach der Partie bei Sky.
Auf dem Platz erzielte beinahe Kiels Alexander Bernhardsson (10.) das 1:0 nach einem katastrophalen Fehlpass von Paul Seguin. Doch der Kieler Kapitän verfehlte das Tor aus etwa 30 Metern - Keeper Tjark Ernst stand einige Meter vor dem Gehäuse und hätte wohl kaum etwas ausrichten können.
Hertha vor Pokalspiel
Die Berliner waren im ersten Durchgang etwas überlegen, danach ließen sie aber deutlich nach. Beide Clubs erarbeiteten sich zwar Chancen, doch auf beiden Seiten fehlte meistens die Klarheit im Abschluss. Ein Unentschieden wäre durchaus in Ordnung gewesen, ehe die Berliner den entscheidenden Treffer erzielten.
Kapitänsvertreter Reese sorgte mit seinen präzisen Flanken mehrmals für Gefahr. So auch zu Beginn der Schlussviertelstunde, als er mit seiner siebten Torvorlage den Treffer des eingewechselten Kownacki vorbereitete. Der Pole traf ohne Gegenwehr eines Abwehrspielers per Kopf.
Hertha will die Serie fortsetzen. Am Dienstag (18:00 Uhr/Sky) treffen die Berliner daheim im Pokal-Achtelfinale auf den 1. FC Kaiserslautern.