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Fußball-Nordharzliga

GZ Plus IconFC Groß Döhren fast durch, SV Hahndorf bärenstark

Zwei Fußballspieler kämpfen um den Ball, einer in blauem Trikot hebt ein Bein zum Schuss, der andere in rotem Trikot versucht zu blocken

Gieldes Torben Jung (l.) behauptet hier das Leder vor dem Harlingeröder Maximilian Conrad und feiert am Ende durch einen Hattrick von Moritz Boog innerhalb von acht Minuten einen 3:0-Auswärtssieg seines TSV. Foto: Drechsler

Durststrecke beendet: Fußball-Nordharzligist FC Groß Döhren steht nach dem 3:0 beim SC Gitter II vor dem Aufstieg. Den wahren Knaller zündet der SV Hahndorf.

Von Lennart Saigge Sonntag, 17.05.2026, 19:55 Uhr

Jetzt fehlt nur noch ein Punkt. Durch den 3:0-Erfolg beim SC Gitter II hat Fußball-Nordharzligist FC Groß Döhren das Tor zur Bezirksliga ganz weit aufgestoßen. Zwar gewann auch Verfolger SV Fümmelse bei Schlusslicht TSV Salzgitter (3:0), gegen eben jenen TSV kann Groß Döhren in zwei Wochen aber alles klarmachen.

Einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt machte der SV Hahndorf, der mit einem 4:2-Erfolg die lange Siegesserie des TuS Cremlingen beendete und nun mit drei Punkten Vorsprung auf den spielfreien TSV Hallendorf auf die Zielgerade geht.

Siege feierten auch der TSV Gielde (3:0 beim SC 18 Harlingerode) und der TSV Münchehof (7:0 beim SV Schladen), der FC Othfresen spielte 0:0 gegen Arminia Adersheim.

SC Gitter II – FC Groß Döhren 0:3 (0:1). Tore: 0:1 (21.) L. Varnava, 0:2 (56.) Roderburg, 0:3 (65.) Müller

FC-Trainer Lars Gläser zeigte sich zufrieden mit dem Auftritt seiner Elf: „Sehr souverän, der Sieg ist zu keinem Zeitpunkt in Gefahr geraten.“ Zwar hätte seine Mannschaft mehr Treffer erzielen müssen, aber ihm seien am Ende lediglich die drei Punkte wichtig, so Gläser, der bereits nach vorne schaute: „In zwei Wochen wollen wir den Aufstieg perfekt machen. Den haben wir uns nach dieser geilen Saison auch verdient.“

SV Hahndorf – TuS Cremlingen 4:2 (1:2). Tore: 1:0 (1.) Julian Gatzke, 1:1 (3.), 1:2 (40.), 2:2 (55.) A. Mukh-
sian, 3:2 (82.) Lakhtar, 4:2 (90.) Wegener/Foulelfmeter – Gelb-Rot für einen Cremlinger (62.)

Der SVH überrascht erneut und holt ganz wichtige drei Punkte im Abstiegskampf. Trainer Stephan Wellegehausen saß nach Spielende noch etwas länger auf der Trainerbank, um wieder runterzukommen: „Das war Leidenschaft pur. Wie die Mannschaft das heute gemacht hat, war einfach überragend.“ Nach einer frühen Führung, die der TuS prompt konterte, „haben wir zu viele Fehler gemacht, vor allem im Passspiel“, so Wellegehausen. Der schien in der Halbzeitpause wohl die richtigen Worte gefunden zu haben: „Nach dem Seitenwechsel hat die Mannschaft viel sicherer agiert und wirklich 45 Minuten lang Vollgas gegeben.“ Die Gastgeber drehten die Partie, ehe Jerome Wegener mit einem verwandelten Foulelfmeter in der Nachspielzeit endgültig den Sieg unter Dach und Fach brachte.

SC 18 Harlingerode – TSV Gielde 0:3 (0:0). Tore: 0:1 (52.) Boog, 0:2 (55.) Boog, 0:3 (60.) Boog

Boris Bodenstein, Trainer der Heimelf, machte es nach Spielende kurz und bündig: „Das war von uns zu wenig und nach vorne zu harmlos. Ich bin froh, wenn die Saison vorbei ist.“ Luca Brandes, seines Zeichens verantwortlich für den TSV, zeigte sich ebenso froh: „Ich finde es schön, dass der Druck weg ist und wir befreit aufspielen können.“ Sein Team habe diesmal ein neues taktisches System gespielt und sehr gut umgesetzt. „Die Luft ist natürlich raus, wenn es um nichts mehr geht. Aber die Jungs sind zu 100 Prozent dabei und noch motiviert.“

FC Othfresen – Arminia Adersheim 0:0. Tore: Fehlanzeige

„Wir hätten sicher noch eine Stunde spielen können, und es wäre kein Tor gefallen“, mutmaßte Othfresens Trainer Thomas Ströhl. Er setzte erneut bewusst auf den eigenen Nachwuchs und warf insgesamt sechs A-Junioren ins kalte Wasser. „Die Jungs haben das gut gemacht, und das gegen einen spielstarken Gegner.“ Seine Mannschaft habe zwar ein leichtes Chancenplus besessen, aber „das Remis geht so in Ordnung“.

SV Schladen – TSV Münchehof 0:7 (0:1). Tore: 0:1 (42.) A. Bergmann, 0:2 (47.) A. Bergmann, 0:3 (49.) Cichon, 0:4 (64.) Beissert, 0:5 (75.) Fuhrmann, 0:6 (77.) Cichon, 0:7 (90.+1) A. Bergmann

Im Duell mit personell arg dezimierten Schladenern gab sich der TSV Münchehof keine Blöße. „Das war eine dominante Leistung, die Jungs hatten heute Spaß“, sagte Coach Riadh Mekadmi. Sein Team habe die Pflichtaufgabe souverän erfüllt.

Sein Gegenüber Steffan Becker hatte „unter der Woche viel rumtelefoniert, um eine spielfähige Mannschaft zusammenzubekommen“. Die Truppe habe vor der Pause gut dagegengehalten, auch mal Akzente gesetzt. „Die zwei schnellen Gegentore nach dem Wiederanpfiff waren ein Nackenschlag.“ Angesichts der Personallage habe die Mannschaft das Maximum rausgeholt. „Die Lage wird sich bis zur Sommerpause wohl auch nicht mehr ändern“, sagte Becker weiter.

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