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Baby-Boom im Tierheim Eckertal

20 Katzen-Kinder suchen ein neues Zuhause

Nicht alle Kitten sind so frech wie dieser kleine Kater. Foto: Fricke

Nicht alle Kitten sind so frech wie dieser kleine Kater. Foto: Fricke

Viele Katzen-Babys leben derzeit im Tierheim Eckertal. Die meisten von ihnen sind Nachwuchs von freilebenden Katzen. 20 Kitten beherbergen die Katzenräume derzeit. Hinzu kommen sechs Tiere in Pflegestellen. Die Tierheimmitarbeiter appellieren daran, nicht nur Freigänger Katzen und Kater zu kastrieren.

Von Julia Fricke Donnerstag, 14.10.2021, 18:00 Uhr

Eckertal. Verspielt hüpft der kleine Kater um die Füße der stellvertretenden Leiterin des Tierheims Eckertal, Birgit Hellmich. Immer wieder rennt er um sie herum, beißt vorsichtig in die Hosenbeine. Acht Wochen ist er jetzt alt. Bis er in ein neues Zuhause ziehen darf, wird noch einige Zeit ins Land gehen. Anders sieht das bei seinen Stiefgeschwistern im Tierheim Eckertal aus. Sie sind bereits zwischen Mai und Juli zur Welt gekommen und sitzen sozusagen „auf gepackten Koffern“.

Die Kätzchen haben die unterschiedlichsten Farben. Foto: Fricke

Die Kätzchen haben die unterschiedlichsten Farben. Foto: Fricke

20 Katzenkinder beherbergen die Räumlichkeiten derzeit. Sechs weitere befinden sich in Pflegestellen. Zudem haben sich auch vier Neuzugänge angekündigt, die allerdings erst einmal eingefangen werden müssen. Und genau hier liegt das Problem: Immer wieder wird der Nachwuchs frei lebender Katzen eingefangen und im Tierheim weitervermittelt. Teilweise sind sie krank, müssen mühsam aufgepäppelt werden. Oftmals sind sie scheu, brauchen ihre Zeit, um sich an den Menschen zu gewöhnen. „Teilweise sind die Kleinen mit ihren Müttern zu uns gekommen. Die haben wir dann kastriert und wieder freigelassen“, erklärt Hellmich. Sie seien zu wild gewesen, als dass man sie hätte vermitteln können.

Damit es nicht immer weiter zu einer unkontrollierten Vermehrung von Katzen kommt, empfehlen die Mitarbeiter des Tierheims die frühzeitige Kastration sowohl von Katern als auch von Katzen – nicht nur von Freigängern. Denn auch wenn die Tiere reine Wohnungskatzen sind, könne es passieren, dass sie einmal rauslaufen. Das Haustierzentralregister Tasso beispielsweise macht auf seiner Homepage auf das Thema aufmerksam. Zusammen mit dem „Bund gegen Missbrauch der Tiere“ und „Vier Pfoten“ hat das Register im Jahr 2011 das Bündnis „Pro Katze“ gegründet und fordert darin die Kastration, Kennzeichnung und Registrierung für frei lebende Katzen sowie Freigänger.

Die scheuen Katzen versuchen, sich im Schrank zu verstecken. Foto: Fricke

Die scheuen Katzen versuchen, sich im Schrank zu verstecken. Foto: Fricke

Nicht nur die Katzen des Tierheims sollen beschert werden. Archivbild: Fricke

Nicht nur die Katzen des Tierheims sollen beschert werden. Archivbild: Fricke

Wenn die Kleinen aus dem Tierheim in ihr neues Zuhause ziehen, sind sie mindestens einmal geimpft und gechippt. Das Registrieren bei Tasso übernimmt das Tierheim. Die neuen Besitzer sollten sich jedoch im Klaren darüber sein, dass die Tiere beim Auszug immer noch sehr scheu sind, sie brauchen ihre Zeit, um Vertrauen zu sammeln.

Eine zweite, mutigere Katze kann ihnen hierbei helfen. Aus diesem Grund sollten Kinder, die im Haushalt leben auch nicht mehr allzu klein sein und/oder verstehen, dass die Kätzchen (noch) keine Kuscheltiere sind. Grundsätzlich werden die Kitten nur zu zweit oder zu einem vorhandenen Artgenossen vermittelt. Hunde sind kein Problem, solange diese Katzen kennen. Auch stubenrein sind die Stubentiger bereits.

Ob sie Freigänger werden oder nicht, spiele keine Rolle, sagt Hellmich. Wer einem (oder auch zwei) Kätzchen ein neues Zuhause bieten möchte, kann sich mit dem Tierheim Eckertal unter (05322) 53796 oder per Mail an info@tierheimeckertal.de in Verbindung setzen. Weitere Infos gibt es unter www.tierschutzverein-badharzburg.de.

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