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Nach Corona-Jahren

Wildemanner Blaskapelle feiert 147-jähriges Bestehen

Das Foto zeigt die Schmidt’sche Kapelle. Foto: Metge

Das Foto zeigt die Schmidt’sche Kapelle. Foto: Metge

Ein „richtiges“ Jubiläum war es eigentlich nicht. Das 147-jährige Bestehen, das die Schmidt’sche Kapelle am vergangenen Samstag auf dem Schützenplatz gefeiert hat, war aber allemal ein Grund. Ganz nach dem Motto: Was man hat, hat man.

Von Friedrich Metge Mittwoch, 31.08.2022, 09:30 Uhr

Wildemann. Die Festveranstaltung der Schmidt’sche Kapelle zum 145-Jährigen war Corona zum Opfer gefallen, und was in drei Jahren ist, wenn das 150-Jährige ansteht, lässt sich schwerlich vorhersagen. Also: Feier zum 147-jährigen Bestehen. 

Auch wenn mit Verzögerung gefeiert werde, so der Vorsitzende der Schmidt’schen Kapelle, Martin Fleischmann, freue man sich doch, dass es überhaupt geklappt habe. Schließlich, fügte Günter Pfennig, bei der Begrüßung an, habe man sich trotz der 147 Jahre gut gehalten. Das gelte auch für die noch etwas älteren Berghornisten, mit denen man inzwischen als „Wildemanner Blasmusik“ gemeinsam konzertiere. Die waren bereits 1848 gegründet worden.

Über die Jahrzehnte hinweg hat die Schmidt’sche Kapelle allen Widrigkeiten getrotzt, hat mit vielen Konzerten begeistert, sich dem Mitgliederschwund erfolgreich entgegengestellt und ist längst über die Grenzen Wildemanns hinaus bekannt.

Ausgezahlt hat sich auch die gute Jugendarbeit, für die Günter Pfennig und Heiko Rust verantwortlich sind. Das beste Beispiel dafür, dass sich dieses Engagement lohnt, sind der elfjährige Elias Schreyer und der erst zehn Jahre alte Nour Hasan, die am Samstag beim Konzert schon mitspielen konnten.

Gegründet worden war die Blaskapelle 1875 vom Bergmann August Schmidt. Dessen drei Söhne und zwei Freunde machten den Anfang. Um die finanziellen Mittel zur Gründung zu haben, hatte Schmidt damals sogar sein Haus gegen ein Kleineres eingetauscht.

Im Rahmen der Veranstaltung, bei der auch das Musikkorps der Hans-Heinrich-Hütte Langelsheim spielte, wurden folgende aktive und passive Mitglieder geehrt: Manfred Brechelt (65 Jahre dabei), Wilfried Lambrecht, Günter Pfennig (beide 60 Jahre), Harry Brechelt, Hans-Georg Dirks, Johannes Niitväli, Gunnar Seidel, Dieter Kunze (alle 50 Jahre), Heiko Rust (45 Jahre), Sascha Mai, Detlef Sand, Uwe Schaper und Jürgen Siemroth (alle 25 Jahre).

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