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Aufklärung von Jugendlichen

Präventionswettbewerb "Klar bleiben - Feiern ohne Alkohol"

Der Wettbewerb hat das Ziel, junge Menschen aufzuklären und vom Rauschtrinken abzuhalten.  Foto: Pinterest

Der Wettbewerb hat das Ziel, junge Menschen aufzuklären und vom Rauschtrinken abzuhalten. Foto: Pinterest

Auf riskanten Konsum verzichten und dafür belohnt werden: Schülerinnen und Schüler ab der 9. Klasse sind dazu aufgerufen, an dem Präventionswettbewerb der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung "Klar bleiben - Feiern ohne Alkohol" teilzunehmen.

Von Alessa Otte Dienstag, 22.02.2022, 10:35 Uhr

Komm, einer geht noch“, „Sei kein Spielverderber, wir wollen doch heute feiern“, „Zu einer richtigen Party gehört Alkohol einfach dazu.“

Sätze, die wahrscheinlich jeder schon mal gehört oder sogar bereits gesagt hat. Dabei wird sich oft nicht viel gedacht. Es sind normale Aussagen, die am Wochenende häufiger fallen. Aber ist Alkohol beim Feiern wirklich so essenziell wichtig? Funktioniert keine Party mehr ohne einen Rausch?

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) ruft Schülerinnen und Schüler ab der 9. Klasse dazu auf, an dem Klassenwettbewerb und Präventionsprogramm „Klar bleiben – Feiern ohne Alkoholrausch“ teilzunehmen.

Alkohol

Alkohol

Da Alkohol laut dem Beauftragten der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen, Burkhard Blienert, in Deutschland immer noch viel zu sorglos und selberverständlich konsumiert wird, ist dieser Präventionswettbewerb wichtig für die Aufklärung von Jugendlichen im Umgang mit Alkohol.

Sechs Wochen lang sollen die Schülerinnen und Schüler auf riskanten Alkoholkonsum und Rauschtrinken verzichten. Damit soll bereits im Jugendalter aufgeklärt und mögliches Rauschtrinken reduziert werden. Um den nötigen Anreiz für eine Anmeldung zu schaffen, können teilnehmende Schulklassen am Ende auch einen Preis gewinnen. Alle Anmeldungen sind kostenfrei und die Siegerklasse darf sich über 1000 Euro für die Klassenkasse freuen.

Laut Studiendaten der BZgA fangen Jugendliche nicht erst ab 16 Jahren an Alkohol in größeren Mengen zu trinken, sondern sehr viel früher. Rauschtrinken ist bereits bei 12-Jährigen ein Thema. Bei Jugendlichen in diesem Alter ist der Konsum von Alkohol jedoch besonders gefährlich, was kein Geheimnis mehr ist.

Die Liste möglicher Schäden ist lang: Die Substanz in Alkohol kann wichtige Prozesse im Gehirn nachhaltig und sehr stark beeinträchtigen, die abnehmende Koordinationsfähigkeit und gestörte Wahrnehmungen sorgen für mehr Risikobereitschaft, was oft zu Unfällen führt. Bei jedem wirkt Alkohol anders. Manche verändern ihre komplette Persönlichkeit und werden aggressiv. Bei anderen kann es auch zu Ohnmachtsanfällen durch zu viel Alkohol kommen.

Das Institut für Therapie- und Gesundheitsforschung (IFT-Nord) hat den Wettbewerb entwickelt. Der Leiter Prof. Dr. Reiner Hanewinkel betont: „Die Zielsetzung ist, den Verzicht auf riskanten Alkoholkonsum als soziale Norm zu etablieren. Gleichzeitig sind Gesundheit, Verantwortungsübernahme für sich und andere, ein Hinterfragen von vorgelebten Werten und die Entwicklung eigener Verhaltensstandards Themen, die für Jugendliche relevant sind.“ Der Wettbewerb wird im Rahmen der bekannten „Alkohol? Kenn dein Limit“-Kampagne entwickelt und auch wissenschaftlich begleitet. Laut der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung ist der Wettbewerb mit begleitenden Evaluationsstudien als wirksam bestätigt und an Schulen einfach umsetzbar.

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